02.11.2009 - Insolvenzverwalter und Inkasso-Unternehmen erwarten für 2009 rund 35.000 Insolvenzen in Deutschland.
Laut Siegfried Beck, dem Vorsitzenden des Insolvenzverwalter-Verbandes VID werde diese Zahl "sicher erreicht, wenn nicht gar übertroffen", berichtet der Tagesspiegel.
Pleite-Rekordjahre 2003 und 2004 Demnach gab es 2008 knapp 29.300 Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Pleiten in der Nachkriegszeit habe es mit jeweils rund 39.200 in den Jahren 2003 und 2004 gegeben.
Ein Rückgang bei den Insolvenz-Anmeldungen erwarte VID erst Ende 2010, so Beck: "Es könnte im Mittelstand eine Katastrophe drohen."
Ein Grund: die Kreditvergabe vieler Banken. Sie verlangten mehr Sicherheiten als früher. Eine flächendeckende Kreditklemme sei laut Handwerkspräsident Otto Kentzler jedoch nicht festzustellen. Er knüpfe große Erwartungen an die neuen Globaldarlehen der KfW Bankengruppe.
Insolvenz frühzeitig einleiten
Insolvenzverwalter Beck appelliere an Unternehmen mit Zahlungsproblemen, rechtzeitig einen Insolvenzantrag zu stellen: "Viele Unternehmen kämpfen, bis es nicht mehr geht." Für eine Sanierung sei es oft zu spät.