10.03.2010 - Für 2009 haben die deutschen Amtsgerichte knapp 33.000 Unternehmensinsolvenzen gemeldet – fast zwölf Prozent mehr als 2008.
Das meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Demnach lagen die Unternehmensinsolvenzen 2009 erstmals seit 2003 wieder höher als im Vorjahr. 2003 seien jedoch insgesamt 39.320 Unternehmen insolvent gegangen.
Viele Insolvenzen von Selbständigen Die Insolvenzen von ehemals selbständigen Personen lagen laut Destatis mit knapp 25.000 Fällen um drei Prozent höher als 2008.
Wie für Verbraucher gelte für diesen Personenkreis die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und der Stundung der Verfahrenskosten.
Rekord-Summe bei offenen Rechnungen Insgesamt hätten die Gerichte die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger 2009 auf rund 85 Milliarden Euro beziffert – die höchste Summe seit Beginn der Zählungen, so Destatis.
Zum Vergleich: 2008 habe sich die Summe der Forderungen auf 33,5 Milliarden Euro belaufen. Die geschätzte Rekord-Summe für 2009 führt Destatis auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen in Deutschland zurück. (uqrl)