20.07.2010 - Während die Zahl der Blüten im Euroraum gesunken ist, ist sie in Deutschland gestiegen.
Das habe die Bundesbank mitgeteilt, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.). Demnach wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2010 insgesamt ein Fünftel mehr Blüten aus dem Verkehr gezogen als in der zweiten Jahreshälfte 2009.
Insgesamt hätten Bundesbank, Polizei und Handel 33.654 gefälschte Euro-Banknoten beschlagnahmt. Die Bundesbank habe den Schaden auf 1,9 Millionen Euro beziffert – 0,3 Millionen Euro mehr als im zweiten Halbjahr 2009.
Massiver Fälschungsrückgang in Europa Europaweit seien in der ersten Jahreshälfte 2010 rund 387.000 Falschgeld-Noten aus dem Verkehr gezogen worden – ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2009.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Anteil der Blüten gemessen an der Gesamtzahl von 13,2 Milliarden Euro-Noten im EU-Raum laut F.A.Z. für gering.
Deutschland weit unter dem EU-Durchschnitt Auch in Deutschland sehe die Bundesbank trotz der Zunahme keinen Anlass zur Sorge: Auf 10.000 Einwohner pro Jahr kämen gerade einmal acht Fälschungen.
Damit liege Deutschland nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums, der mit 23 Fälschungen auf 10.000 Einwohner jährlich fast dreimal so hoch sei.
50-Euro-Schein in Deutschland am häufigsten gefälscht
Der 50-Euro-Schein sei mit 61 Prozent erneut am häufigsten gefälscht worden, gefolgt von dem 20-Euro-Schein mit einem Anteil von 20 Prozent.
Dagegen seien im Euro-Raum nur rund 43 Prozent der Fälschungen auf einen 50-Euro-Schein gefallen und rund 42 Prozent auf den 20-Euro-Schein. (uqrl)