11.02.2010 - In Deutschland sind so viele Firmen insolvenzgefährdet wie seit dem Rekordjahr 2003 nicht mehr.
Das habe die Wirtschaftsauskunftei Creditreform berichtet, schreibt die Tageszeitung Die Welt.
Mehr Pleiten als 2003 Demnach könnte die Zahl der Firmenpleiten im Jahr 2010 erstmals auf mehr als 40.000 Fälle steigen. 2003 hätten 39.320 Firmen Insolvenz Insolvenz anmelden müssen.
Der Grund für die pessimistische Prognose: zunehmender Zahlungsverzug der Unternehmen und die damit verbundene schlechtere Bonität.
Die Großen ziehen die Kleinen mit sich Auch der Verband der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID) bekräftige den Trend. VID-Vorsitzender Siegfried Beck: "Weil es seit Monaten keine Großinsolvenzen mehr gegeben hat, glauben viele, die Insolvenzzahlen gingen zurück."
Jedoch sei das Gegenteil der Fall, so Beck: "Nun kommt die Welle der Folgeinsolvenzen."
Betroffen seien vor allem Zulieferer und Dienstleister der Automobilindustrie, des Maschinenbaus und des Handels. Insbesondere der Mittelstand sei betroffen.
Mehr als 30.000 Pleiten 2009 Von Januar bis November 2009 summierte sich die Summe der insolventen Firmen laut Die Welt deutschlandweit auf 30.104 Pleiten – ein Plus von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. (uqrl)