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Unternehmen verlagern immer weniger ins Ausland

17.11.2009 - Deutschland wird als Standort wieder attraktiver: Die Produktionsverlagerungen ins Ausland sind auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gesunken.
Das habe eine Studie im Auftrag des Vereins Deutscher Ingenieure ergeben, schreibt die Tageszeitung Die Welt. Demnach hat sich die Zahl der Verlagerungen seit 2006 um fast die Hälfte reduziert.



Standort Deutschland immer attraktiver
VDI-Direktor Willi Fuchs: "Wir erleben eine Renaissance des Produktionsstandortes Deutschland. Made in Germany schlägt Low Cost."

Zunehmend komme es sogar zu Rückverlagerungen: Der Studie zufolge liege die Quote der Rückkehrer bei 1:3 – unabhängig von der Unternehmensgröße.

Viele Probleme in den "Billigländern"
Eine der hauptsächlichen Gründe dafür seien die gravierenden Qualitätsprobleme an ausländischen Standorten.

Außerdem seien die Lohnkosten an den vermeintlichen Billig-Standorten zuletzt kräftig gestiegen. Beispielsweise habe es in Ungarn, Tschechien und Rumänien Lohnkostensteigerungen von durchschnittlich 20 Prozent gegeben.

Sogar aus China kehrten immer mehr Betriebe zurück – vor allem aufgrund fehlender Zuliefererstrukturen dort.

Lohnkostenanteil gesunken
Hinzu komme, dass der Anteil der Lohnkosten an der Fertigung in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken sei: Der Personalkostenanteil belaufe sich durchschnittlich nur noch auf 11,5 Prozent, wenn man nur die reinen Arbeitskosten berücksichtige – ohne Management- und Forschungsausgaben.

Die Konsequenz laut Fuchs: "Nun müssen etliche Unternehmen draufzahlen, um die Qualität deutscher Produkte auch aus ausländischer Fertigung zu garantieren." (uqrl)
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