01.03.2007 - Deutlich mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als in anderen Ländern führen neue Produkte ein und verbessern durch neue Verfahren ihre Produktionseffizienz.
Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Innovationserhebung 2006 für Deutschland", die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt wurde.
Deutsche Industrie in Europa am innovativsten
Der Anteil der Industrie-Unternehmen mit erfolgreich abgeschlossenen Innovationsprojekten ist demnach in keinem europäischen Land so hoch wie in Deutschland. Auch gemessen am Anteil des Umsatzes, der mit neuen Produkten erwirtschaftet wird, liegt die deutsche Wirtschaft im europäischen Vergleich auf Platz eins.
Auch im weltweiten Vergleich nehmen deutsche Unternehmen insgesamt eine Spitzenstellung ein, was die Innovationsstärke betrifft.
Knapp 110 Milliarden Euro für Innovationen Der Studie zufolge haben die deutschen Unternehmen im Jahr 2005 über 106 Milliarden Euro für Innovationen ausgegeben und diesen Betrag 2006 noch einmal auf 108,1 Milliarden Euro gesteigert.
Für 2007 geht das ZEW von Innovationsanstrengungen in ähnlicher Höhe aus.
Innovationstempo lässt nach Sich auf den eigenen Innovationserfolgen auszuruhen, wäre laut ZEW für die deutsche Wirtschaft allerdings fatal. Die Spitzenstellung bei Innovationen lasse sich nur durch permanent hohe Anstrengungen bei der Entwicklung und Umsetzung von neuen Produkten und Produktionstechniken halten.
Ein Wermutstropfen in der deutschen Erfolgsbilanz ist daher die ebenfalls von der Studie aufgedeckte Tatsache, dass das Tempo der Innovationsanstrengungen nachgelassen hat. (uqrl)