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Wirtschaftsverbände Niedersachsens gegen IFRS für den Mittelstand

14.03.2006 - Führende Wirtschaftsverbände des Landes Niedersachsen haben sich dagegen ausgesprochen, dass der Bilanzierungsstandard IFRS künftig auch für kleine und mittlere Unternehmen Pflicht werden soll.
Führende Wirtschaftsverbände des Landes Niedersachsen haben sich dagegen ausgesprochen, dass der Bilanzierungsstandard IFRS künftig auch für kleine und mittlere Unternehmen Pflicht werden soll.

In einem gemeinsamen Brief an die Landesregierung kritisierten die Verbände vor allem den enormen Zeit- und Kostenaufwand, den die Einführung von IFRS (International Financial Reporting Standards) für mittelständische Unternehmen bedeuten würde:

Die IFRS umfassten bereits heute rund 2.000 Seiten, die außerdem ständig überarbeitet würden.

Die Regelungen seien so komplex, dass eine sichere Anwendung derzeit nur durch Spezialisten gewährleistet ist, heißt es in dem Schreiben.

Für kleine und mittlere Unternehmen würde es nach Einführung der IFRS nahezu unmöglich, den Jahresabschluss selbst zu erstellen.

Die in der Öffentlichkeit mehrmals verbreitete Annahme, die Anwendung von IFRS verbessere das Rating, entkräfteten die Wirtschaftsverbände:

Allein die wirtschaftliche Leistungskraft eines Unternehmens entscheidet über seine Bonität, heißt es in dem Schreiben.

Folgende Verbände waren an dem Schreiben beteiligt:

- Niedersächsischer Industrie- und Handelskammertag
- Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen (VHN)
- Sparkassenverband Niedersachsen
- Genossenschaftsverband Weser-Ems
- Genossenschaftsverband Norddeutschland
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