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Das müssen Kleinunternehmer über das Rating wissen

18.01.2008 - Eine wichtige Finanzierungsquelle sind Bankkredite. Für einen Kredit brauchen Sie ein gutes Rating. Was ein Rating genau ist und was Sie darüber wissen sollten, lesen Sie hier.
Definition Rating
So definiert die KfW-Mittelstandsbank den Begriff Rating:
"Unter Rating versteht man standardisierte Verfahren zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage und der zukünftigen Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens (der Bonität).



Dabei werden sowohl "harte" Faktoren analysiert wie zum Beispiel der Jahresabschluss, Gewinn und Verlust als auch "weiche" Faktoren wie zum Beispiel die Unternehmensstrategie, die Marktstellung, die Nachfolgeregelung und die Qualifikation der Geschäftsführung.

Das Rating beruht nicht auf einer einmaligen Analyse, sondern wird regelmäßig erneuert, um Veränderungen abzubilden und zu einer aktuellen Beurteilung der wirtschaftlichen Lage Ihres Unternehmens zu kommen."

Internes und externes Rating
Grundsätzlich unterscheide man das interne Rating, das von Banken selbst erstellt wird, und das externe Rating von Ratingagenturen.

Für die Kreditvergabe an Ihr Unternehmen sei das interne Rating Ihrer Hausbank entscheidend.

Besonderheiten bei kleinen Unternehmen
Kleinere Unternehmen erstellen laut KfW meist keine Bilanz, sondern eine einfache Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung: Einige Bilanzkennzahlen liegen also gar nicht erst vor.

Bei Kleinstunternehmen nehmen die Banken meist ein vereinfachtes Rating vor – ein so genanntes "Scoring". So kommen die Banken zu einer Bonitätsbeurteilung.

Diese Form von Rating wird laut KfW Bank nicht laufend aktualisiert. Stattdessen würden bekannte Daten genutzt, zum Beispiel die Höhe und Häufigkeit von Konto-Überziehungen.

Harte und weiche Ratingfaktoren
Beim Rating werden quantitative und qualitative Faktoren mit einbezogen.

Quantitative Faktoren sind konkrete Kennzahlen, zum Beispiel aus Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Diese Kennzahlen beschreiben laut KfW:

  • die Kapitalstruktur, zum Beispiel wirtschaftliches Eigenkapital und Eigenkapitalquote
  • den Verschuldungsgrad
  • die Rentabilität
  • den Cash flow sowie
  • die Liquidität.
So wollen die Banken die tatsächliche wirtschaftliche Situation Ihres Unternehmens abbilden.

Um ein umfassendes Bild Ihres Unternehmens zu erhalten, berücksichtigt die Bank auch qualitative Faktoren. Dazu zählen:

  • Unternehmensstrategie
  • Management- und Mitarbeiterqualifikation
  • Nachfolgeregelung
  • Risikomanagement
  • Unternehmensplanung und Controlling
  • Rechnungs- und Berichtswesen
  • Jahresabschlusspolitik
  • Informationspolitik
  • Marktstellung und wirtschaftliches Umfeld
  • Reaktionsmöglichkeiten auf Marktschwankungen
  • Qualität der Kontoführung, zum Beispiel Überziehungen
Laut KfW sind bei kleineren Unternehmen die Unternehmensplanung, das Controlling, die Nachfolgeregelung und die Qualität der Kontoführung besonders wichtig.

Stößt die Bank in Ihrem Unternehmen auf Pfändungen, nicht bezahlte Darlehensraten und Scheck- oder Lastschriftrückgaben, wird das Ihr Rating drastisch verschlechtern. (uqrl)
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