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Private Equity

Beteiligungsgesellschaften wieder optimistischer

09.02.2010 - Licht am Ende des Krisentunnels: Zumindest die Private-Equity-Branche erholt sich derzeit spürbar von den Folgen der Wirtschaftskrise.
Das geht aus der Umfrage "Private Equity Survey Q4 2009" der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hervor.



Demnach stieg der Stimmungsindikator seit Sommer 2008 um 23 Prozent auf 95 Punkte. Damit liege die Stimmung auf dem Niveau von 2003.

Gesundheitsbranche attraktiv für Investoren
Hauptursachen für den wiederkehrenden Optimismus seien die Erwartung wirtschaftlicher Erholung und besserer Verfügbarkeit von Fremdkapital.

Das gelte besonders für die Healthcare-Branche: Über die Hälfte der Befragten verfügten über mindestens ein Investment in diesem Bereich, 70 Prozent der Befragten könnten sich ein Investment vorstellen.

Als Chance wird der Studie zufolge dabei die demografische Entwicklung gesehen. Als größtes Risiko gelte die staatliche Regulierung.

Deutsche Unternehmen bei Investoren beliebt
Weit oben auf dem Wunschzettel der Investoren stünden deutsche Unternehmen. Im Bereich der Healthcare-Branche hielten Private Equity Häuser vor allem Medizintechnik-, Labor- und Diagnostik- sowie Biotech-Unternehmen für attraktiv.

Überdies erwarteten die Befragten einen Privatisierungstrend bei stationären Leistungsträgern wie beispielsweise Krankenhäusern. Diese würden wegen des öffentlichen Einflusses und des hohen Regulierungsgrades bislang als deutlich weniger attraktiv beurteilt.

Neben der Gesundheitsbranche blieben für Investoren auch die Konsumgüterindustrie und der Servicesektor interessant. Dagegen böten Automobil- und die Investitionsgüter-Industrie weiterhin kaum gute Perspektiven.

Stabilisierung bei der Kreditvergabe erwartet
Laut Karsten Hollasch, Partner Transaction Advisory Services von Deloitte blicken nur noch sieben Prozent der Befragten der gesamtwirtschaftlichen Lage pessimistisch entgegen: "Zwar ist der Fremdkapitalzugang immer noch problematisch, insgesamt erwarten aber 42 Prozent der Befragten eine Stabilisierung der Kreditvergabe, 26 Prozent gehen sogar von einer Verbesserung aus."

Für problematisch hielten 72 Prozent der Manager die zurzeit restriktive Geldvergabe durch Banken und die Forderung nach hohen Eigenkapitalquoten der Private-Equity-Gesellschaften. Bei den bestehenden Beteiligungen gingen hingegen 36 Prozent von einer Verbesserung der Finanzlage aus.

Verhaltener Optimismus herrscht der Studie zufolge bei den Geschäftsaktivitäten: Aufgrund des hohen Exit-Staus rechneten 55 Prozent der Manager in naher Zukunft mit zunehmenden Transaktionsvolumina, 60 Prozent erwarteten neue Investitionen.

Priorität habe in den nächsten Monaten für 38 Prozent allerdings vor allem die Portfolio-Betreuung. (uqrl)
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