14.10.2009 - In der Finanzkrise suchen Unternehmen vermehrt nach alternativen Möglichkeiten der Finanzierung. Dabei können individuelle Mezzanine-Finanzierungen eine Rolle spielen.
Das schreibt Martin Völker, Geschäftsführer WGZ Initiativkapital, in der Verlagsbeilage "Zukunft Mittelstand" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.).
Demnach werden maßgeschneiderte Mezzanine-Finanzierungen mittelständischer Beteiligungsgesellschaften seit 2008 wieder verstärkt nachgefragt.
Angepasst an Bedarf und Leistungsfähigkeit
Solche individuellen Mezzanine-Finanzierungen könnten speziell an den finanziellen Bedarf und die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens angepasst werden hinsichtlich Volumen, Laufzeit, Auszahlungs- und Tilgungsmodus.
Der Vorteil: Im Gegensatz zu den kapitalmarktfinanzierten Standard-Mezzanine-Programmen drohe hier kein Ausfall der Investoren – und damit womöglich eine fehlende Anschluss-Finanzierung für die Unternehmen.
Stabiles Geschäftsmodell und klare Strategie sind Voraussetzung
Mezzanine-Finanzierungen lohnen sich laut Völker insbesondere bei strategischen oder strukturellen Herausforderungen – etwa eine Wachstumsfinanzierung.
Besonders geeignet für solche Finanzierungen seien mittelständische Unternehmen mit einem stabilen Geschäftsmodell – und dadurch kalkulierbaren Erträgen.
Die finanzierenden Beteiligungsgesellschaften erwarteten überdies eine klare Strategie, eine vernünftige Marktposition und ein funktionierendes Kunden-Management.
Zudem sollten Unternehmen die Bereitschaft mitbringen, sich im Rahmen einer "Due Diligence" genau prüfen zu lassen. Insgesamt erfordere die Prüfung einer Mezzanine-Anfrage eine Bearbeitungszeit von etwa sechs bis zwölf Wochen. (uqrl)