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Business Angels unterstützen Gründer wieder eifriger

19.02.2010 - Die Gründungsförderer haben die Finanzkrise offenbar verdaut: Im letzten Quartal 2009 investierten fast wieder so viele Business Angels in Unternehmen wie vor der Krise.
Das gehe aus dem aktuellen Business Angels Panel hervor, berichtet das Infoportal für Ingenieure, VDI Nachrichten. Demnach hat jeder dritte Business Angel (35 Prozent) im vierten Quartal 2009 in Nachwuchsunternehmen investiert.



Dieser Wert entspreche in etwa dem Durchschnitt der vergangenen acht Jahre (38 Prozent).

In der Entstehungsphase der Finanzkrise hätten lediglich 18 Prozent der Business Angels investiert. Im dritten Quartal 2009 hätten sogar 59 Prozent der Finanzierer ihren Geldbeutel geöffnet, auf der Jagd nach günstigen Einstiegskursen.

Geschäftslage optimistischer als vor einem Jahr
Dem jüngsten Business-Angel-Konjunkturbarometer zufolge bewerteten die Teilnehmer ihre Geschäftslage mit durchschnittlich 5,17 Punkten auf der Skala von 1 (=sehr schlecht) bis 7 (=sehr gut). Das ist sei etwas weniger als im Vorquartal (5,22 Punkte), aber mehr als vor Jahresfrist (4,48 Punkte).

Das gleiche Bild herrsche bei den Geschäftsaussichten: Im vierten Quartal 2009 hätten die Befragten 5,43 Punkte vergeben. Im dritten Quartal seien es noch 5,52 Punkte gewesen und im vierten Quartal 2008 nur 4,96 Punkte.

VDI Nachrichten rechnet aufgrund der hohen Investitionstätigkeit im dritten Quartal für die Zukunft mit einer eher mittelmäßigen Investitionsneigung der Business Angels: So hätten die Befragten aktuell nur noch 44 Prozent ihrer vorgesehenen Mittel für Investitionen frei. Das sei zwar etwas mehr als der langjährige Durchschnitt (41 Przent), aber weit weg vom Wert des Vorquartals (52 Prozent).

Umwelt-Technologien bei Finanzierern beliebt
Größte Hoffnung auf eine Finanzspritze dürfen sich VDI Nachrichten zufolge die Anbieter von Umwelt-Technologien machen: 62 Prozent der befragten Business Angels hielten die Branche für attraktiv.

Damit halte die Branche zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz im Beliebtheitsranking. Schlechte Karten hätten dagegen die Entwickler von EDV-Hardware und die Anbieter von Finanzdienstleistungen.

Gemessen an den Exits habe das Jahr 2009 für die Finanzierer ein versöhnliches Ende gefunden: So hätten die Befragten im vierten Quartal keine Beteiligung abschreiben müssen. Gleichzeitig hätten sie fünf Beteiligungen verkauft – vier im Rahmen eines sogenannten Trade Sales an strategische Investoren, eine zurück an die ursprünglichen Gründer der Firmenanteile. (uqrl)
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