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Zehn häufige Pleite-Gründe junger Unternehmen

03.03.2010 - Viele Existenzgründer scheitern schlicht an Größenwahn oder mangelnder Ordnung. Die häufigsten Gefahren für junge Unternehmen finden Sie hier.
Das Gründer-Portal foerderland.de hat zehn typische Stolpersteine für junge Unternehmen vorgestellt:



1. Keine Ahnung von Betriebswirtschaft
Eine zündende Idee allein reicht nicht aus. Betriebswirtschaftliches Know-how ist die Grundlage für die erfolgreiche Gründung eines Unternehmens. Ziehen Sie im Zweifel Menschen mit der geeigneten Kompetenz für Ihr Unternehmen hinzu.

2. Größenwahn statt Realismus
Ein schicker Firmenwagen und eine Sekretärin im Vorzimmer sind keine Notwendigkeit für Gründer: Die Fixkosten sind zu hoch. Überschätzen Sie außerdem nicht das Potenzial Ihrer Geschäftsidee am Markt: Manche Gründer scheitern, anstatt einen strategischen Weitblick zu entwickeln.

3. Zu hohe familiäre Ansprüche
60-Stunden-Wochen sind üblich bei Gründern. Darunter leidet oft das Familienleben. Achten Sie darauf, dass Sie die unterschiedlichen Interessen ausgleichen, sonst gehen entweder die Familie oder Ihr Unternehmen in die Brüche.

4. Keine gescheite Marktanalyse
Analysieren Sie Ihre Branche genau und fassen Sie Ihre Konkurrenten ins Auge. Sie müssen Ihren Markt verstehen, sonst überrascht Sie die Konkurrenz.

5. Zielgruppe nicht verstanden
Technische Perfektion reicht nicht. Finden Sie heraus, welche Bedürfnisse Ihre potenziellen Kunden haben. Lösen Sie mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung ein konkretes Problem. Dann geben Kunden gerne Geld aus.

6. Kein Alleinstellungsmerkmal
Stellen Sie sich auf Nachahmer ein. Heben Sie sich deutlich von der Konkurrenz ab. Bieten Sie beispielsweise einen besonderen Service.

7. Finanzielle Engpässe
Viele Gründer scheitern an den Finanzen: Die Liquiditätsplanung stimmt nicht, die Zahlungsfähigkeit wird falsch eingeschätzt, Investitionen werden mit zu geringen Summen kalkuliert. Erstellen Sie einen genauen Finanzplan.

8. Mangelhafte Ordnung
Ordnung geht mit der Buchhaltung los: Wer Belege nicht korrekt ablegt, wird bei der Steuerprüfung ein böses Erwachen erleben. Außerdem verliert er den Überblick über seine wirtschaftlichen Aktivitäten. Gründer sollten sich jedoch einen klaren Blick auf ihr Soll und Haben bewahren.

9. Einseitig besetztes Gründer-Team
Legen Sie Wert auf unterschiedliche Talente in Ihrem Unternehmen: technisches Know-how, ein geschickter Umgang mit Finanzen, strategische Weitsicht, personelle Kompetenz. Gleichen Sie Schwächen geschickt aus.

10. Keine realistische Analyse der Schwächen
Wer sich allein auf seine Stärken konzentriert, verliert den Kontakt zur Wirklichkeit. Fassen Sie mögliche Risiken und Schwächen genauso ins Auge wie alle Chancen im Geschäftsleben. Ohne eine vernünftige Schwachstellen-Analyse kann es ansonsten böse Überraschungen geben. (uqrl)
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