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Business Angels unterstützen Gründer mit durchschnittlich 12.900 Euro

15.07.2010 - Im ersten Quartal 2010 investierte ein privater Investor durchschnittlich 12.900 Euro in jedes Unternehmen, das er unterstützte.
Das berichtet das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Demnach stellen die Business Angels Kapital und Know-how zur Verfügung und erhalten dafür Anteile am Unternehmen.



Sie unterstützten Gründer also nicht nur finanziell, sondern auch mit Fachwissen. Damit sinke auch für den Gründer das Risiko zu scheitern – schließlich seien Jungunternehmer häufig unerfahren.

Business Angels seien von allem in jungen Branchen mit großen Wachstumschancen wichtig, da das Risiko in diesen Branchen groß sei. Am häufigsten würden Hightech-Unternehmen gefördert.

Weniger Unternehmensbeteiligungen 2009
Allerdings hätten private Investoren wegen der Finanzmarktkrise 2009 insgesamt weniger investiert als in den Jahren davor.

Ohnehin beteiligten sich Business Angels in Deutschland relativ selten an Firmen. Von den 2005/2006 gegründeten Hightech-Unternehmen habe nur etwa jedes 20. Finanzmittel erhalten.

Dennoch unterstützten Business Angels etwa 80 Prozent der jungen Hightech-Unternehmen, die auch Geld von Dritten erhalten.

Unternehmensbeteiligungen von Business Angels werden IW Köln zufolge in Deutschland steuerlich gefördert. Im Vergleich zu anderen Ländern seien die Anreize für diese Finanzierungsform jedoch gering.

Gute Aussichten für Gründer und Investoren
Die potenziellen Investoren seien aber optimistisch: Im ersten Quartal 2010 hätten die Business Angels in einem Panel ihre Geschäftsaussichten mit 5,5 von 7 Punkten bewertet.

Bedarf an mehr Kapital aus privater Hand sei ebenfalls vorhanden: Jeder Engel erhielt laut IW Köln im ersten Vierteljahr 2010 im Schnitt 18 Businesspläne mit der Bitte um Förderung – viermal mehr als im letzten Quartal 2009. (uqrl)

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