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So gelingt die Auswahl eines Beraters

05.07.2007 - Eigenes Ziel genau formulieren, die Branchenkenntnis des Beraters prüfen und sich nicht von Sprüchen beeindrucken lassen: Bei der Auswahl eines Beraters gilt es, bestimmte Dinge zu beachten.
Hansjörg Künzel gibt im Wirtschaftsmagazin impulse folgende Tipps:

1. Ziel kennen
Welches Problem soll der Berater lösen? Formulieren Sie konkrete und messbare Anforderungen. Beispiel: "Bis zum 31. Oktober möchte ich das neue Personalkonzept an allen vier Standorten eingeführt haben."

2. Aufgabe festlegen
Legen Sie Aufgaben, Projektlaufzeit und Budget fest. Überlegen Sie, welche Informationen der Berater benötigt, um ein zielführendes erstes Konzept erstellen zu können.

3. Branchenkenntnis checken
Geht es darum, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, brauchen Sie einen Experten aus der Branche. Bei kreativen Dingen wie der Einführung eines neuen Produkts bringt ein Branchenfremder oftmals frischen Wind in das Vorhaben.

4. Beraterprofil prüfen
Ein Berater, der in einem Netzwerk organisiert ist, kann besonders flexibel auf Kundenwünsche und neue Aufgaben reagieren, indem er sich je nach Bedarf den besten Experten für das Projekt dazuholt.

5. Auftritt testen
Lassen Sie sich nicht blenden von Referenzen, ausgefeilten Präsentationen und Sprüchen wie "Das kriegen wir innerhalb kurzer Zeit hin". Achten Sie darauf, ob sich der Berater wirklich für Ihr Problem interessiert.

6. Umsetzung verfolgen
Fragen Sie, wer den Antrag bearbeitet. Oftmals führt der Chef das Akquise-Gespräch, die Arbeit erledigen dann Anfänger oder sogar Praktikanten. Lassen Sie sich stets alle beteiligten Mitarbeiter vorstellen.

7. Auswahl vornehmen
Schauen Sie sich mindestens zwei bis drei Berater an. Achten Sie dabei nicht allein auf den Preis, sondern vergleichen Sie die Angebote im Detail. Fordern Sie alle fehlenden Informationen nach.

8. Entscheidung finden
Wenn Sie die beste Papierlösung ausgewählt haben, hören Sie auf Ihren Bauch. Stimmt die Chemie zwischen Ihnen und dem Berater? Eine gute Testfrage ist: Würde ich gern bei einem Flug nach New York neben ihm sitzen?

9. Verantwortung übernehmen
Rücken Sie Ihre eigenen Erwartungen zurecht. Ein Berater kann weder zaubern noch ihre Mitarbeiter motivieren. Auch Sie selbst müssen bereit sein für Veränderungen. Nutzen Sie daher das Feedback des Beraters.

10. Einbindung pflegen
Integrieren Sie Ihre Mitarbeiter frühzeitig und kontinuierlich in die Beratungsprojekte. Sie sind es, die die neuen Konzepte umsetzen müssen – und an deren Widerstand die Vorhaben scheitern können. (uqrl)
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