16.03.2009 - Nicht immer schweißt eine Krise Mitarbeiter enger zusammen. Im Gegenteil: Jeder arbeitet für sich allein. Wie Sie wieder Teamwork im Betrieb etablieren, lesen Sie hier.
Während der Auftragsflaute steigt das Risiko von Konkurrenzkämpfen im Unternehmen. Führungskräfte können sich dieser Entwicklung jedoch entgegenstellen.
Das Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche hat acht Tipps für besseres Teamwork zwischen den Mitarbeitern veröffentlicht:
1. Mobbing verhindern Machen Sie deutlich, dass Sie unfaire Attacken nicht akzeptieren. Dazu zählt bereits das Streuen von Gerüchten.
Schreiten Sie früh ein, wenn ein Kollege einen anderen mit unerlaubten Mitteln ausstechen will. So vermeiden Sie eine Eskalation des Kleinkriegs.
2. Konflikte lösen Erklären Sie Konflikte rechtzeitig zur Chefsache, anstatt sie zu ignorieren. Machen Sie deutlich, dass Sie damit fair und geordnet umgehen. Bitten Sie zum Beispiel einen der Beteiligten zu einem Konfliktgespräch in ruhiger Atmosphäre.
Zeigen Sie den Rivalen, warum eine Einigung für sie und das Unternehmen die beste Lösung ist.
3. Vermittler einschalten Sie sollten einen Mediator einschalten, wenn Sie befangen oder in den Konflikt involviert sind. Er vermittelt zwischen den konkurrierenden Parteien.
Bedenken Sie, dass Sie in den Augen eines Beteiligten als befangen gelten können, auch wenn Sie sich selbst als neutral betrachten. Auch dann ist ein Mediator sinnvoll.
4. Kritik akzeptieren Bemühen Sie sich um eine Unternehmenskultur, in der Probleme offen und sachlich angesprochen werden – ohne dass Kritiker Nachteile fürchten müssen oder andere ihr Gesicht verlieren.
Konstruktive Kritik sollte belohnt werden. Dazu gehört auch, dass Sie Kritik akzeptieren, ohne Rachepläne zu schmieden.
5. Gemeinschaftsprojekte anstoßen Übertragen Sie die Projektverantwortung gezielt an Teams, damit konkurrierende Kollegen zusammen arbeiten.
Achten Sie darauf, dass sich die unterschiedlichen Fähigkeiten der Kollegen gut ergänzen.
6. Erfolge feiern Feiern Sie Erfolge, die Mitarbeiter gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Das schweißt zusammen und beugt Rivalitäten vor.
7. Rituale fördern Beobachten Sie, welche gemeinschaftlichen Rituale sich bei den Mitarbeitern entwickeln. Fördern Sie diese Rituale, zum Beispiel gemeinsame Mittagessen oder Pausenzeiten am Kickertisch.
Bieten Sie den Mitarbeitern Gelegenheiten, Dinge außerhalb der Arbeitszeiten gemeinsam zu erleben. Solche Erlebnisse verbinden.
8. Transparent bleiben Begründen Sie jede Ihrer Entscheidungen – egal ob Sie einen Mitarbeiter befördern oder einem Beschäftigten kündigen.
Nennen Sie die Kriterien, die dabei eine Rolle gespielt haben. Das verhindert negative Spekulationen.
(uqrl)