24.06.2008 - Mit Open Source Shopsystemen können Mittelständler leicht einen Online-Shop aufbauen. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten OS-Shopsysteme.
Die Online-Agentur TechDivision stellt in Ihrem Blog folgende Open Source Shopsysteme und deren Vor- und Nachteile vor:
1. OsCommerce: http://www.oscommerce.com OsCommerce bietet seit vielen Jahren eine leicht einzurichtende Basis und somit kostengünstige Möglichkeit für einen Online-Shop. Das Shopsystem bietet unter anderem folgende Features:
- unbegrenzte Anzahl an Produkten und Kategorien
- Unterstützung von unterschiedlichen Währungen
- eignet sich sowohl für echte (greifbare), als auch für virtuelle Produkte (z.B. Software oder eBooks)
- anpassbare Zahlungs- und Versandoptionen
- vielfältige Schnittstellen zu Bezahldiensten (unter anderem Paypal)
Das Layout der Software lässt sich schlecht anpassen, da hier noch auf Tabellen gesetzt wird.
Der Vorteil von OsCommerce: eine solide und einfache Programm-Struktur mit allen notwendigen Features, die man für einen vernünftigen Webshop benötigt. Geeignet für einen schnellen und kostengünstigen Einstieg in den E-Commerce.
2. ZenCart: http://www.zencart.com ZenCart ist nicht so verbreitet wie OsCommerce. Die Website ist wenig informativ, jedoch kann der Funktionsumfang problemlos mit OsCommerce mithalten. Das Tool bietet neben den einschlägigen Standard-Funktionalitäten viele nützliche Features:
- Unbegrenzte Anzahl an Produkten und Kategorien
- Umfangreiche Zahlungsvarianten und –schnittstellen
- Unterschiedliche Layouts pro Kategorie
- Umfangreiche Rabatt- und Aktionsmöglichkeiten
- Newsletter und Artikel-Erinnerung
- Statistikfunktionen
ZenCart ist eine "exotischere" Shop-Variante, die auch für umfangreichere Shop-Lösungen geeignet ist. Eine deutsche Sprachversion ist auch verfügbar.
3. xt:Commerce: http://www.xt-commerce.com Bei xt:Commerce handelt es sich um eine Weiterentwicklung des altbekannten OsCommerce, bei dem Layout und Funktionalitäten getrennt wurden. Das ermöglicht deutlich mehr Layout-Möglichkeiten.
Die Software kann als Open-Source-Tool kostenlos herunter geladen und verwendet werden.
Der Funktionsumfang von xt:Commerce lässt kaum Wünsche offen und kann durchaus mit teuren eCommerce-Lösungen mithalten:
- Unterschiedliche Kundengruppen
- Umfangreiches, anpassbares Versand- und Zahlungsmodul
- Integriertes Content Management System für statische Seiten
- Bannermanager
- Staffelpreise und Sonderangebote
- Verkauf von digitalen Downloadprodukten
- Rechtesystem für Produkte und Kategorien
- Import-/Export-Funktionalitäten
Darüber hinaus besticht xt:Commerce durch viele verfügbare Schnittstellen zu Online-Shopping-Portalen und Preissuchmaschinen (z.B. Google Base, Milando, Geizhals, billiger.de).
Unterschiedliche Zahlungsmodule gewährleisten einen reibungslosen Einsatz bzw. die notwendige Zahlungsabwicklung (z.B. Paypal, iPayment, Worldpay, Click & Buy).
Grundsätzlich kann der Shop vollständig individuell angepasst werden. Jedoch kann sich dies aufgrund der Programmstruktur von xt:Commerce negativ auf die Update-Fähigkeit des Tools auswirken.
Zusammen mit OsCommerce gehört xt:Commerce zumindest im deutschsprachigen Raum zu den am häufigsten eingesetzten Open Source Shopsoftware-Systemen.
4. Magento: http://www.magentocommerce.com Magento gehört zu einer der modernsten E-Commerce-Lösungen. Die Software hat viele interessante Features und baut auf dem ZEND-Framework auf.
Damit sind eine saubere Programm-Architektur sowie problemlose Erweiterbarkeit bei gleichzeitiger Updatefähigkeit gesichert.
Ein Auszug aus der Featureliste:
- Google-Analytics Integration
- RSS-Feeds für neue Bestellungen sowie für knappe Lagerbestände
- Umfangreiche, anpassbare Reports
- Produktvergleich
- Produkt Reviews
- Schnittstellen zu zahlreichen Payment-Anbietern
Für die Software benötigt ein Händler mehr Hardware als für andere Systeme, zum Beispiel einen eigenen Server. Wer also nur einen kleinen Hobby-Shop plant oder das E-Business nur kennen lernen möchte, ist bei Magento falsch.
Außerdem sind bei Magento noch nicht die Schnittstellen (insbesondere Payment) für den deutschen Markt vorhanden.
5. FWP Shop: http://www.fwpshop.org Bei FWP Shop handelt es sich um eine recht neue Open-Source-Shoplösung aus Deutschland. Demzufolge kann das Tool auch ohne großen Anpassungs- oder Änderungsaufwand für deutsche Online-Shops eingesetzt werden.
Der Support wird bei FWP Shop groß geschrieben: Für die Software gibt es ein deutschsprachiges Forum sowie eine entsprechende Dokumentation, die den Einstieg erleichtern. In dringenden Fällen steht zusätzlich eine kostenpflichtige Hotline zur Verfügung.
Für größere Shops bietet sich darüber hinaus ein so genannten Premium-Support an – mit normaler Telefonnummer, einem Rückrufservice und unbegrenztem E-Mail-Support mit kürzeren Reaktionszeiten.
Der Funktionsumfang ist vergleichbar mit anderen Shopsystemen. Es gibt jedoch einige interessante Zusatz-Features:
- Geschenkverpackungen
- Anbindung an Preisvergleichsportale
- Inventur
- Umfangreiche CRM-Funktionalitäten
- Zahlungsabgleich mit Bankkonto
- Verwaltung von Rücksendungen
- Statistikfunktionen
- Produktbewertungen
Die Software wird laufend weiterentwickelt. Für die Zukunft sind eine eBay-Schnittstelle, die Verwaltung von digitalen Produkten sowie eine Anbindung an Warenwirtschaftssysteme geplant. (uqrl)