02.02.2009 - Aufgrund der Wirtschaftskrise sind 2009 vor allem Technologien gefragt, die Kosten senken. Weitere IT-Trends für Unternehmen finden Sie hier.
Der Hightech-Verband BITKOM hat durch eine Umfrage vier grundlegende IT-Trends für das Jahr 2009 ermittelt.
BITKOM-Präsident Scheer: "Im Jahr 2009 stehen Technologien im Mittelpunkt, die schnell zu Kostensenkungen und Leistungssteigerungen bei den Anwendern führen."
Die BITKOM-Umfrage zeigt vier grundlegende Trends für das IT-Jahr 2009:
1. Kosten senken – Effizienz steigern Der Kostendruck bei den Anwendern präge das Jahr 2009: Einen deutlichen Schub bekäme deshalb das Outsourcing.
Dazu zähle der externe Betrieb von IT-Systemen oder von bestimmten Geschäftsprozessen. Laut BITKOM-Prognose wird der Umsatz mit IT- und Geschäftsprozess-Outsourcing im Jahr 2009 um 7,2 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro steigen.
Ein ideales Konzept zur Unterstützung von Outsourcing seien Serviceorientierte Architekturen (SOA). Sie ermöglichten es, neue Prozesse in einem Unternehmen mit Hilfe der IT sehr schnell umzusetzen.
Völlig neue Möglichkeiten biete das so genannte Cloud Computing. So könnten Unternehmen auf externe Hardware-Kapazitäten wie Speicher oder Rechnerleistung zugreifen.
Gleichzeitig könnten Nutzer per Internet auf Anwendungen zugreifen. Diese Form der Softwarenutzung wird Software as a Service (SaaS) genannt. Sie spare Kosten für Lizenzen und Pflege der Programme.
Ein weiteres Instrument zur Kosten-Senkung sei die Virtualisierung. Dabei würden die Ressourcen von Computern bzw. ganzer Rechenzentren besser ausgenutzt.
"Nicht zu vernachlässigen ist das Thema Green IT, da der Kostenaspekt dabei eine zentrale Rolle spielt", so Scheer. "Moderne, energieeffiziente Rechenzentren sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern senken massiv die Energiekosten eines Betriebs."
2. Mobilität erhöhen Smartphones wie Iphone, Blackberry oder Communicator mit ihren Internet- und E-Mail-Funktionen erleben laut Umfrage einen regelrechten Boom.
Jetzt gelte es, viele der bislang überwiegend stationär genutzten Anwendungen für den mobilen Zugriff zu konfigurieren.
3. IT-Sicherheit Aspekte wie Datenschutz und Datensicherheit seien in der Umfrage besonders häufig erwähnt worden.
Gerade beim Outsourcing von betrieblichen Prozessen und der externen Speicherung von kritischen Daten müsse ein möglichst wirkungsvoller Schutz gewährleistet sein. Gleiches gelte für die Verschlüsselung und für Passwörter bei mobilen Geräten.
Nicht zu vernachlässigen sei außerdem das Problem der Computerkriminalität und Wirtschaftsspionage.
4. Web-2.0-Anwendungen für Unternehmen Die Prinzipien von Facebook, StudiVZ oder Xing werden laut BITKOM auch in Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen und anderen Organisationen eine stärkere Rolle spielen.
Die intensive Vernetzung der Mitarbeiter führe zu einer besseren Kommunikation untereinander.
Zudem würden firmeninterne Blogs, Wikis und Foren dazu beitragen, das Wissen der einzelnen Mitarbeiter besser auszuschöpfen. (uqrl)