13.11.2009 - Immer mehr Handwerksunternehmen finden online Aufträge – über Portale wie Myhammer.de oder Blauarbeit.de. Jedoch sollten sich Firmen nicht unter Wert verkaufen.
Das Magazin impulse.de gibt eine Übersicht über die wichtigsten Auktionsportale, auf denen Handwerksbetriebe Aufträge finden können. Das Deutsche Institut für Service-Qualität habe ein Ranking der Portale mit dem besten Service erstellt:
- Blauarbeit (www.blauarbeit.de)
- Myhammer (www.myhammer.de)
- Undertool (www.undertool.de)
- Jobdoo (www.jobdoo.de)
Bei 50 Prozent der sieben getesteten Anbieter fielen keine Gebühren für die Handwerker an. Die andere Hälfte erhebe vom Auftragnehmer eine Provision zwischen zwei und vier Prozent.
So funktionieren die Portale Auf den Portalen bewerben sich Handwerker oder Dienstleister um Aufträge, die zu einem Mindestpreis ausgeschrieben sind. Die Handwerker unterbieten sich gegenseitig, um die Aufträge zu erhalten.
Impulse.de zufolge sind die Gebote grundsätzlich verbindlich: Die Handwerker schlössen mit dem Portalbetreiber und mit dem Auftraggeber einen Vertrag.
Laut impulse.de gehen die Aufträge jedoch zu zwei Dritteln nicht an den Dienstleister mit dem preisgünstigsten Angebot: Myhammer.de zufolge seien Handwerker mit guten Bewertungen erfolgreicher.
Skepsis bei Handwerkskammern Nach Ansicht der Handwerkskammern bestehe häufig die Gefahr, dass sich Handwerker unter Wert verkaufen. Die mögliche Folge: ein Preisverfall. Jedoch seien die Portale für Start-ups eine gute Möglichkeit, um erste Aufträge generieren zu können.
Für die meisten gestandenen Firmen seien Auftragsportale geeignet, um Engpässe in der Auftragslage zeitweilig zu überbrücken.
Schritt für Schritt zum gutbezahlten AuftragFür den richtigen Umgang mit den Portalen müsse der Nutzer laut Markus Hamer vom Deutschen Institut für Service-Qualität einige Details beachten, schreibt impulse.de:
1. Transparenz
Dienstleister sollten möglichst genau beschreiben, was sie für Fähigkeiten mitbringen. Profile können zum Beispiel mit Fotos eigener Arbeiten, mit dem Meisterbrief oder anderen Auszeichnungen bespickt werden.
2. Treuhand-Funktion Handwerker sollten Portale wählen, die über eine Treuhand-Funktion verfügen – ein Konto, auf dem die Auftragsgelder hinterlegt werden können. Jobdoo sowie Work5 (www.work5.de) verzichten auf so ein Konto.
3. Unklarheiten beseitigen Dienstleister sollten stets nachfragen, wenn Dinge unklar sind. Der Handwerker sollte etwa genau kalkulieren, wie weit er fahren muss und ob die Aufträge für den veranschlagten Preis auch wirklich zu realisieren sind. Wer sich trotz Nachfrage nicht sicher ist, sollte zusätzlich ein Treffen vor Ort mit dem Auftraggeber vereinbaren. (uqrl)