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Mitarbeiter-Beteiligung

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Unternehmen, die ihre Mitarbeiter beteiligen, gehen seltener Pleite und haben eine höhere Wertschöpfung pro Mitarbeiter. Zudem profitieren sie von einer verbesserten Eigenkapitaldecke. Welche Beteiligungsformen es gibt und was die Bundesregierung ändern will, erfahren Sie hier.
Früher gab es vor allem einen Grund, Mitarbeiter am eigenen Unternehmen zu beteiligen. Die Motivation der Angestellten. Fluktuation und Krankenstand gehen zurück, Kostenbewusstsein und Produktivität steigen.

Auch für die baden-württembergische Eisenwerk Würth GmbH war die Mitarbeitermotivation ein wesentlicher Grund, im Jahr 2003 ein Beteiligungsprogramm einzuführen. Geschäftsführer Ulrich Keitel: „Das Bewusstsein vieler Mitarbeiter hat sich seitdem verändert. Wenn jemand das Büro verlässt, macht er das Licht aus, weil er letztlich von sinkenden Kosten profitiert. Andererseits entsteht auch ein gewisses Verständnis für das unternehmerische Handeln und die Risiken des Marktes. Insgesamt hat sich unser Modell sowohl finanziell als auch im Hinblick auf die Stimmung im Betrieb sehr gut bewährt.“

„Jeder Mitarbeiter kann pro Jahr bis zu acht Anteilsscheine à 250 Euro erwerben. 50 Euro je Anteilsschein kommen als Zuschuss vom Unternehmen.“ Damit würden sie inklusive Zuschuss eine zweistellige Rendite erzielen. Über die Hälfte der 45 Mitarbeiter habe bisher die Möglichkeit zur stillen Beteiligung genutzt. Durch eine transparente Informationspolitik und eine gute Zusammenarbeit mit unserem Betriebsrat hätten die Mitarbeiter Vertrauen in das Unternehmen.

Finanzielle Gründe werden wichtiger
Neben der erhöhten Produktivität werden in den letzten Jahren auch finanzielle Gründe immer wichtiger, die für eine Mitarbeiter-Beteiligung sprechen. Denn wenn die Beteiligung so angelegt ist, dass sie im Insolvenzfall nachrangig bedient wird und der Mitarbeiter auch an den Verlusten beteiligt wird, wirkt sie in der Bilanz wie wirtschaftliches Eigenkapital – gut für die Bilanz und gut für die Rating-Note.

Weiterer Vorteile: Wer seine Beschäftigten am Unternehmen beteiligt, kann so auch sein Nachfolge-Problem lösen. Es gibt sogar Unternehmer, die nach ihrem Tod die Firma komplett auf die Mitarbeiter übertragen.

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- Viele deutsche Firmen beteiligen ihre Mitarbeiter schon
- Bereits bestehende Beteiligungsmodelle
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