Barbara R. Geisel
Eigenkapitalfinanzierung
1. Auflage 2004
209 Seiten
Gabler-Verlag
44,90 Euro
ISBN 3409126252
Wenn ein Unternehmen in der Krise seine Zinstilgungen nicht mehr zahlen kann, wird die Bank früher oder später das Darlehen kündigen und zurückfordern. Das kann das Aus für das Unternehmen bedeuten. Mit einer höheren Eigenkapitalquote könnte allerdings manche Insolvenz vermieden werden.
Die Wichtigkeit einer soliden Eigenkapitalbasis ist bekannt. Sie ist Liquiditätsgrundlage, Haftungs- und Risikokapital des Unternehmens und entscheidet nicht selten über den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg.
Weniger bekannt ist es, dass man sein Unternehmen – alternativ zur Finanzierung über den Bankkredit – auch über Eigenkapital finanzieren kann.
Doch wie erhöht man sein Eigenkapital, ohne dabei seinen Einfluss am Unternehmen einzubüßen? Das Buch informiert über die in Deutschland noch weitgehend unbekannte Möglichkeit, sich über eine Platzierung am freien Kapitalmarkt Eigenkapital zu verschaffen: indem man beispielsweise Anlegern Wertpapiere anbietet, oder eine stille Beteiligung am Unternehmen.
Das Buch schildert ausführlich die vielfältigen Möglichkeiten der Beteiligung, die Unternehmer interessierten Kapitalanlegern bieten können. Es behandelt u.a. die rechtlichen Fragen der jeweiligen Beteiligungsform, schildert ihre Vor- und Nachteile (zum Beispiel steuerlich), und klärt über mögliche Gewinnbeteiligung, Haftung und Stimmrecht auf.
Folgende Formen der Eigenkapitalfinanzierung werden u.a. in dem Buch beschrieben:
- die stille Gesellschaft
- die Kommanditbeteiligung
- die GmbH & Co. KG
- das Genussrechtskapital
- die Anleihe
- Asset-Backed Securities
- das Factoring
- Venture Capital
- die Kapitalmarktemission
Am Ende des Buches findet der Leser eine Reihe von Musterverträgen, zum Beispiel
- einen Mustervertrag über die Errichtung einer stillen Gesellschaft
- einen Muster-Kommanditvertrag
- die Muster-Genussschein-Bedingungen
- eine Muster-Anleihe
Außerdem findet der Leser an dieser Stelle Gesetzestexte, wie zum Beispiel das Wertpapier-Verkaufsprospektgesetz sowie das Gesetz über den Wertpapierhandel.
Damit die Eigenkapitalfinanzierung Erfolg hat, muss man laut Barbara R. Geisel aber auch den richtigen Zeitpunkt wählen: Nicht erst, wenn man in Not geraten ist, solle man auf den Kapitalmarkt gehen, sondern bereits zu einem Zeitpunkt, wo noch kein Wölkchen am Himmel zu sehen ist.