1. Internet unterwegs Mobilität ist ein Dauerbrenner unter Geschäftsleuten. Laut BITKOM ist die Infrastruktur für die mobile Nutzung von IT-Anwendungen vorhanden – durch die flächendeckende Verfügbarkeit drahtloser Breitbandnetze und WLAN-Hotspots.
Smartphones wie iPhone, Blackberry oder Communicator mit ihren Internet- und E-Mail-Funktionen sind gefragt: Für viele Geschäftsleute auf Reisen könnten die multimedialen Smartphones das einzige Gerät sein, das sie mit sich führen. Die spannende Frage für 2009 ist, wie sich Googles neue Mobilsystem "Android" bewährt.

|
|
Nicht mehr wegzudenken: Laptops und Mini-Notebooks Bild: fotodisc | 2. Mini-Notebooks Nach Einschätzung von Marktforschern wird sich der Absatz der so genannten "Netbooks" 2009 verdoppeln. Die smarten, buchgroßen Kleinrechner kosten zwischen 300 und 500 Euro.
Wichtig für Führungskräfte: Herausfinden, welche Geräte mit welchem Betriebssystem und welchen Kommunikationseinrichtungen sich am besten eignen. Klassische Laptops dienen dann nur noch Spezialisten, die unterwegs leistungsfähige Hardware benötigen.
|
3. Green IT Green IT heißt: Informationstechnik soll umwelt- und ressourcenschonend werden – von der Produktion, über die Nutzung bis zur Entsorgung der Technologie.
Bei manchen Trend-Analysten hat es das Thema gerade einmal unter die Top-Ten geschafft. Energiesparen ist jedoch auch 2009 ein Thema, besonders in Firmen. Dabei geht es vor allem um Kosten, die die IT für die Energie verschlingt.
Einkäufer sollten nach verbrauchsarmen Geräten fragen. Außerdem sollten Geräte über Nacht, am Wochenende oder im Urlaub nicht auf Standby-Funktion belassen, sondern ausgeschaltet werden. Beispielsweise verbraucht ein Drucker im Betrieb 20 und im Bereitschaftsmodus immerhin noch 6 Watt.
auf der nächsten Seite:
- Unified Communication
- Service-orientierte Architektur (SOA)
- 5. Social Software 4. Unified Communication An einem Arbeitsplatz stehen immer mehr Medien und Geräte zur Verfügung. Das hat Vorteile, heißt aber auch, dass Mitarbeiter immer häufiger durch E-Mails und andere Störungen bei der Arbeit unterbrochen werden.
Unified Communication soll das Problem technisch lösen: Mit dieser Technologie werden alle Kommunikationsdienste zusammengeführt und Präsenzfunktionen integriert, zum Beispiel durch Instant Messenger. So wird die gesamte Kommunikation eines Unternehmens automatisiert.
Bei Unified Communication sind die Inhalte entscheidend und nicht mehr das Medium, über das sie übertragen werden. Über das gewünschte Medium können Mitarbeiter jederzeit und von jedem Ort aus auf Informationen zugreifen.
4. Service-orientierte Architektur (SOA)
SOA ist ein altes Thema, das auch 2009 noch Hochkonjunktur hat – besonders in Unternehmen: Jeder Auftrag ist mit mehreren Schritten im Unternehmen verbunden, zum Beispiel "Dienstleister suchen", "Produktion starten" oder "Rechnung schreiben". Die einzelnen Schritte werden mit SOA erfasst, verwaltet und kombiniert.
Das große Ziel: eine an Geschäftsprozessen ausgerichtete IT-Infrastruktur, die schnell auf veränderte Anforderungen reagieren kann. Prozess-Kosten können mit SOA langfristig reduziert werden.
5. Social Software Der Begriff Social Software ist aufgekommen mit Anwendungen wie Wikis und Blogs. Unternehmen versprechen sich davon gezielte geschäftliche Kommunikation mit Kunden und Partnern. Auch die Neukunden-Gewinnung soll dadurch erleichtert werden.
Nach Angaben des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) nutzt mehr als ein Drittel der IT-Dienstleister mindestens eine Social-Software-Anwendung. Dabei reicht die Palette von Diskussionsforen über Online-Communities bis hin zu Wikis oder Weblogs.
Unternehmen sollten auch 2009 auf diesen Zug aufspringen und die eigene Homepage und Anwendungen um soziale Komponenten erweitern.
auf der nächten Seite:
- Cloud Computing
- Virtualisierung
- Business-Intelligence6. Cloud Computing Beim Cloud Computing ersetzt das Internet den Computer: Unternehmen beziehen IT-Produkte und -Leistungen aus dem Internet, zum Beispiel Server- und Speicherkapazität oder Anwendungssoftware. Unternehmen zahlen nur, was sie brauchen.
Die Vorteile von Cloud Computing: geringe Kosten, einfache Nutzung und hohe Effizienz. Jedoch steckt die Technik noch in den Kinderschuhen: Es gibt so gut wie kein Angebot, das dem ganzheitlichen Ansatz gerecht wird. Führungskräfte sollten dennoch den Markt beobachten und schon 2009 anfangen, mit einzelnen Diensten zu experimentieren.
7. Virtualisierung Virtualisierung heißt: Mehrere Rechner teilen sich einen Server. Vom Arbeitsplatz aus kann man auf diesen Server zugreifen. Diese Technik hat sich in vielen Firmen bereits etabliert.
Dem Marktforschungsunternehmen Gartner zufolge weitet sich der Trend aus, zum Beispiel auf die Client-Virtualisierung – also auf die Virtualisierung von Anwendungsprogrammen. Treibende Branchen sind die öffentliche Verwaltung, der Finanzsektor, Logistikunternehmen, Callcenter und größere Industriebetriebe mit vielen Sachbearbeitern.
8. Business Intelligence (BI) BI-Lösungen sind ein echter Helfer bei der Erfassung und Auswertung von Daten. BI-Tools oder -Anbieter helfen dabei, schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen: Sie sind eine Art interne Informationsagentur. Die richtigen Anbieter und Tools zu finden, ist aber nicht ganz einfach, denn der Markt ist unübersichtlich.
Auch im Mittelstand steigt die Nachfrage nach Business-Intelligence-Standard-Software. Neben den integrierten Gesamtlösungen der großen Softwarekonzerne – IBM, Oracle, SAP und SAS – sind unabhängige Lösungen gefragt, zum Beispiel Open-Source-Tools.
Februar 2009, Kristin Schröder für unique relations