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So wirken Sie sympathischer
Im Magazin QZ erläutern die Autorinnen Anke Quittschau und Christina Tabernig, Inhaberinnen des Seminar-Instituts "korrekt!", die Möglichkeiten einer korrekten Vorstellung.

Generell gelte eine einfache Sympathie-Regel: "Je ähnlicher uns jemand ist, desto weniger Unsicherheiten empfinden wir dieser Person gegenüber."

1. Der korrekte Gruß bei der ersten Begegnung
Wer zuerst den Raum betritt, grüßt auch zuerst. Außerdem: Der "Rangniedere" grüßt den "Ranghöheren". Ein Gast gilt laut Quittschau und Tabernig dabei stets als ranghöhere Person, auch wenn es sich um einen Zulieferer handelt.

Falls Zweifel über den Status bestehen, grüßt zuerst derjenige, der den anderen erblickt.

Besonders wichtig: Ein Gruß sollte möglichst mit den gleichen Worten entgegnet werden. Falls also mit "Grüß Gott" gegrüßt wird, sollten Sie nicht unbedingt mit "Guten Tag" antworten.

2. Der korrekte Handschlag
Mit dem Handschlag symbolisieren Sie Vertrauen, sagen Quittschau und Tabernig.

Achten Sie darauf, dass Sie immer ein Stofftaschentuch bei Sich haben, um feuchte Hände im Bedarfsfall abtrocknen zu können. Kalte Hände reiben Sie vorab am besten warm.

Generell gilt: Ein Händedruck sollte bestimmt sein – nicht zu weich und nicht zu hart. Damit ein Handschlag nicht zu gezwungen wirkt, sollten Sie ihn auf ein bis zwei Sekunden begrenzen.

Falls Ihr Gegenüber nicht mehr loslassen möchte, entspannen Sie einfach Ihren Händedruck: Ihr Gegenüber wird Ihre Hand schnell loslassen.

Während des Handschlags sollten Sie darauf achten, den Blickkontakt zu wahren. Eine Sonnenbrille müssen Sie abnehmen.

Außerdem wichtig: Nehmen Sie beide Hände aus den Hosentaschen und ziehen Sie die Handschuhe aus, falls Ihr Gegenüber keine trägt.

Vermeiden Sie "Schultertätscheleien" oder den Doppelhandgriff – laut Quittschau und Tabernig kommen derartige Dominanzgesten beim Gegenüber nicht gut an.

3. Die korrekte Vorstellung in einer Gruppe
Begrüßen Sie zuerst den Gastgeber oder den Kontakt, den Sie bereits kennen. Generell sollte die wichtigste Person im Raum zuerst wissen, wer da vor ihr steht.

Geben Sie den Personen im Raum nacheinander die Hand, falls Sie keine Rangordnung erkennen können. Wiederholen Sie Ihren Namen ab und zu, um allen Beteiligten die Chance zu geben, ihn sich zu merken.

Vermeiden Sie Zick-Zack-Kurse durch den Raum und geben Sie anwesenden Frauen zuerst die Hand.

Stellen Sie sich selbst mit Tagesgruß, Vornamen und Nachnamen vor. Vermeiden Sie alte Floskeln wie "gestatten" oder "angenehm".

4. Visitenkarte korrekt verteilen und entgegen nehmen
Visitenkarten werden laut Quittschau und Tabernig stets zu Beginn eines Gesprächs ausgetauscht. Der Gast gibt auch hier zuerst seine Karte, erst dann folgt der Gastgeber.

Halten Sie auch hier den Blickkontakt, während Sie Ihre Karte überreichen.

Die Visitenkarte sollte auf jeden Fall aufmerksam gelesen werden – alles andere wäre unhöflich und herablassend.

In einer Gruppe werden Visitenkarten der Reihe nach verteilt, falls eine Hierarchie nicht zu erkennen ist.

Während der Besprechung dürfen die Visitenkarten ruhig auf dem Tisch liegen bleiben. (uqrl)