30.01.2012 - Autofahrer, die häufig an einem Freitag tanken, müssen im Durchschnitt deutlich tiefer in die Tasche greifen als diejenigen, die zu Wochenbeginn an die Zapfsäulen fahren.
Dies zeigt die ADAC-Untersuchung der durchschnittlichen Kraftstofftagespreise des gesamten Jahres 2011. Demnach kostete ein Liter Super E10 montags im Schnitt 1,498 Euro und war damit vier Cent günstiger als an den Freitagen.
Noch deutlicher zeigte sich der Preisunterschied beim Diesel: Während die Autofahrer an Freitagen des Jahres 2011 für einen Liter des Selbstzünderkraftstoffs im Durchschnitt 1,433 Euro bezahlen mussten, profitierten die Montags-Tanker von einem Durchschnittspreis von 1,380 Euro – ein Preisvorteil von immerhin 5,3 Cent je Liter.
Mit dieser Entwicklung bestätigen sich laut ADAC die Preisverlaufsmuster auf dem deutschen Kraftstoffmarkt, die der Club schon in den Vorjahren beobachtet hat: Auch in den Jahren 2008, 2009 und 2010 war der Freitag demnach jeweils der teuerste Wochentag.
Günstigster Tag war auch in den Vorjahren der Montag. Lediglich 2010 tankten die Autofahrer sonntags günstiger. Das Sparpotenzial sei 2011 sogar noch größer geworden: Im Jahr 2010 betrug die Differenz zwischen dem teuersten und günstigsten Tag 3,4 Cent (Superbenzin) und 3,7 Cent (Diesel).
Nach Ansicht des Clubs ist nicht auszuschließen, dass die Mineralölkonzerne ihre bisherigen Preissetzungsstrategien künftig ändern. So seien die Ölmultis in letzter Zeit dazu übergegangen, auch an Wochenenden die Preise an den Zapfsäulen anzuheben.
Die Empfehlung des ADAC an sparwillige Autofahrer: Nicht nur auf günstigere Wochentage achten, sondern auch die Preise mehrerer Tankstellen vergleichen. (uqrl)