Beiräte können das Überleben von Gründern sichern

Fachwissen

24.03.2011 - Branchenfremde Neugründer scheitern häufig an mangelnder Marktkenntnis oder an fehlendem BWL-Fachwissen. Beiräte können ein Scheitern verhindern.

Darauf weist der Bremer Unternehmensberater Daniel King hin: "Das bedeutet natürlich nicht, dass Quereinsteiger von vornherein zum Scheitern verurteilt wären. Aber der Maurer, der in die Gastronomie geht, oder die Friseurin, die einen Schmuckladen eröffnet – solche Neu-Selbständige unterschätzen häufig, welches Hintergrundwissen zu einem tragfähigen Betrieb gehört."

Deutlich stabileres Geschäft mit Beirat

Aktuellen Studien zufolge liege bei branchenfremden Existenzgründungen die Wahrscheinlichkeit durchschnittlich bei 30 Prozent, dass sie sich nach den Anfangsjahren dauerhaft etablieren. 70 Prozent müssten ihren Betrieb einstellen. 


Ein Beirat kann nach Meinung des Unternehmensberaters die Erfolgsquote steigern: Er unterstütze einen Neugründer in seiner Strategie und begleite ihn aktiv. Er sei ein fester Bestandteil der Unternehmenspolitik. 


Die 'Überlebenschancen' der Firmen, die von einem Beirat begleitet werden, liegen dem Unternehmensberater zufolge bei 70 Prozent. Diese Firmen seien damit erheblich stabiler.

Kostengünstiges Know-how für die eigene Firma

Der Grund: Beiräte unterstützten Firmen mit guter Marktkenntnis und mit betriebswirtschaftlichem Fachwissen, besonders zu Produktionsplanung, Personalmanagement und Finanzplanung.


Außerdem seien Beiräte relativ kostengünstig: Die Aufwandsentschädigungen und Fahrtkosten für einen Beirat seien überschaubar und rechneten sich schnell.

So kommen Firmen zu einem Beirat

King selbst sei ebenfalls als Beirat tätig. Die Voraussetzungen für das Bilden eines Beirats: Die Akteure bekleiden selbst keine verantwortlichen Positionen im Unternehmen, sollten sich aber mit den Zielen vollständig identifizieren. 


Ferner sollten sie intensive Erfahrung aus der betroffenen Branche mitbringen. Selbstverständlich ist King zufolge, dass Konflikte auf Wettbewerbs-Ebene auszuschließen sein müssen. 


King: "Häufig sind es Banker, Wirtschafts-Senioren oder sogenannte 'Business-Angels', die hilfreich zur Seite stehen. In anderen Fällen initiieren Hausbanken die Einrichtung eines Beirats und stellen gern einen Vertreter, der die Entwicklung mit einem Sachverstand für Finanzierungsangelegenheiten konstruktiv begleitet." (uqrl)

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