Betriebswirte treten heute häufiger die Nachfolge an als Ingenieure

Unternehmensnachfolge

31.01.2011 - 54 Prozent der heutigen Unternehmensnachfolger haben Betriebswirtschaft studiert, während früher eher Ingenieure die Nachfolge antraten. Das hat Folgen für die Unternehmen.


Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, habe das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) diese Entwicklung anhand von 8.600 Unternehmensnachfolgen zwischen 2002 und 2008 ermittelt.

BWLer ändern Akzente im Unternehmen

In diesen Unternehmen sind demnach erstmals mehr Betriebswissenschaftler als Ingenieure unter den Nachfolgern zu finden. 


Für die Unternehmen habe das weitreichende Folgen: Betriebswirte setzten neue Akzente im Unternehmen.


Laut Sandra Gottschalk vom ZEW tendierten Nachfolger mit betriebswirtschaftlichem Studium dazu, die Bereiche Einkauf, Marketing und Vertrieb, Personal sowie Controlling, Finanz- und Rechnungswesen zu ändern. 


Dagegen trauten sich Betriebswirte seltener an die Kernbereiche in den Unternehmen heran: Nur 46 Prozent hätten Prozesse in der Produktion oder bei der Erstellung von Dienstleistungen geändert – bei den Ingenieuren seien es 58 Prozent gewesen.

Immer mehr Betriebswirte im Mittelstand

Laut FTD hatten noch 1996 doppelt so viele über 55-jährige Selbständige einen ingenieurwissenschaftlichen Abschluss wie einen wirtschaftswissenschaftlichen.


Dieses Verhältnis habe sich bis 2005 zugunsten der wirtschaftswissenschaftlichen Fächer verschoben. (uqrl)

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