Die deutsche Gründerstadt heißt Offenbach am Main

NUI Regionenranking

13.12.2011 - Insgesamt ist die Gründungsneigung in vielen Regionen Deutschlands gesunken. Am häufigsten wird nach wie vor in der kreisfreien Stadt Offenbach am Main gegründet.

Das geht aus dem NUI (Neue Unternehmerische Initiative) Regionenranking 2010 des Instituts für Mittelstandsforschung (ifm) Bonn hervor. Für das Ranking wird die Zahl der Gewerbeanmeldungen in 412 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands ins Verhältnis zur erwerbsfähigen Wohnbevölkerung in dieser Region gesetzt.

Demnach war die Gründungsneigung 2010 in den meisten Kreisen und kreisfreien Städten insgesamt schwächer als 2009. 2010 wurden laut ifm Bonn durchschnittlich knapp 159 Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter neu angemeldet.

Höhere Gründungsneigung in starken und schwachen Regionen

In der Spitzengruppe der Regionen sei die Gründungsneigung besonders stark gestiegen: In Offenbach am Main stieg der NUI-Wert von 417,8 auf 510,1, im Landkreis Garmisch-Partenkirchen von 199,0 auf 247,7.

Auch in der Schlussgruppe verzeichnete das ifm Bonn vergleichsweise häufig eine zunehmende Gründungsneigung.

Zweigeteiltes Gründungsgeschehen

Fazit: Das Gründungsgeschehen ist zweigeteilt. In prosperierenden Regionen mit bereits lebhaftem Gründungsgeschehen seien die Gründungen vor allem auf Chancen konzentriert. Dagegen geht das NUI Ranking in den gründungsschwachen Regionen eher davon aus, dass die Gründungen aus der Not geboren sind.

Damit hätten sich die regionalen Gründungsdisparitäten nicht abgeschwächt. Im Gegenteil: Laut ifm Bonn sind sie 2010 größer geworden. Den Link zum vollständigen NUI-Ranking finden Sie unter dieser Meldung. (uqrl)


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