23.01.2012 – Die meisten Gründer sind zwischen 25 und 44 Jahre alt, obwohl die Selbständigkeit gerade für Ältere vielversprechende Chancen bietet. Die größten Hürden älterer Gründer finden Sie hier.
Wie das Portal www.existenzgruender.de vom Bundeswirtschaftsministerium meldet, ist dem KfW Gründungsmonitor zufolge nur jeder zehnte Gründer zwischen 55 und 64 Jahre alt, obwohl etwa jeder fünfte Deutsche dieser Altersgruppe angehört.
Gegenüber jüngeren Gründern hätten ältere Vorteile, zum Beispiel ihre Berufserfahrung, ein größeres Netzwerk oder das bessere Einschätzen der eigenen Stärken und Schwächen. Außerdem verfügten ältere Gründer in der Regel über mehr Startkapital.
Das RKW Kompetenzzentrum habe in seiner Studie "Ältere Gründerinnen und Gründer" die größten Bedarfe und Risiken älterer Gründer herausgefiltert:
Der Wiedereinstieg ins Angestelltenverhältnis wird mit zunehmendem Alter schwieriger. Daher ist die Sorge vor einem Scheitern unter älteren Gründern verbreitet.
Dabei könnten gerade ältere Berufstätige ihr Risiko mindern, so existenzgruender.de: durch eine gute Vorbereitung und umsichtige Unternehmensführung. Das unternehmerische Talent könne auch als Nebenerwerbsselbständiger bzw. als Kleinunternehmer ausprobiert werden.
Außerdem gelte: Je kleiner das Startkapital und je geringer die laufenden Kosten, desto einfacher lässt sich ein Fehlstart verkraften.
Die in der RKW-Studie Befragten wünschen sich besonders zu den Themen Finanzierung, soziale Absicherung, Marketing und Kundengewinnung altersspezifische Beratungsangebote. Wichtig sei auch der Wunsch nach Austausch mit anderen älteren Gründern und Unternehmern sowie eine individuelle Begleitung während des Gründungsprozesses.
Dennoch: Ein besonderes Beratungsangebot für ältere Existenzgründer halten die befragten Experten laut existenzgruender.de nicht für notwendig, da die Beratungsthemen letztlich sehr ähnlich sind.
Grundsätzlich stehen allen Gründern unabhängig vom Alter Existenzgründungs-Förderdarlehen des Bundes und der Länder zur Verfügung. Fast die Hälfte der vom RKW befragten Gründer wünschten sich jedoch Finanzierungsangebote speziell für ältere Gründer.
Gründungsexperten halten altersspezifische Förderangebote aber nicht für sinnvoll: Die Schwierigkeiten, die sich beim Gespräch mit der Bank ergeben können, seien altersunabhängig. Außerdem verfügten gerade ältere Gründer tendenziell über einen größeren Erfahrungsschatz, was die Erfolgschancen bei der Bank erhöhen kann.
Ältere Gründer seien stark an den Möglichkeiten der persönlichen Absicherung interessiert, besonders an der Altersvorsorge. Die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Verbraucherzentralen bieten umfassende Beratung an. Generell gelte:
(uqrl)