Die wenigsten deutschen Gründer sind innovativ

KfW-Gründungsmonitor

16.05.2011 - Nur eine Minderheit der Gründer in Deutschland hat eine innovative Geschäftsidee: Lediglich jeder zehnte Gründer bietet eine regionale Marktneuheit an.

Das geht aus dem Gründungsmonitor 2011 der KfW Bankengruppe hervor. Noch geringer ist demnach mit jeweils zwei Prozent der Anteil der Gründer, die eine deutschlandweite oder eine weltweite Marktneuheit anbieten.

Innovationsquote ähnlich niedrig wie in den letzten Jahren

Laut KfW wurde der Innovationsgehalt der Gründungen im KfW-Gründungsmonitor durch folgende Frage erhoben: "Stellen die Produkte oder Dienstleistungen, die Sie anbieten, eine regionale, deutschlandweite oder weltweite Marktneuheit dar?" 


Das Ergebnis: 2010 waren insgesamt knapp 15 Prozent der Gründungsprojekte innovativ. Diese Werte unterscheiden sich laut KfW kaum von denen früherer Jahre. 


Die KfW habe nach einer Sichtung der Projektbeschreibungen außerdem Zweifel daran, dass es sich bei den als neu bezeichneten Geschäftsideen durchweg um Innovationen im wirtschaftswissenschaftlichen Sinne handelt.

Dienstleistungsgesellschaft spiegelt sich im Gründungsgeschehen wider

Ein weiteres Ergebnis des Gründungsmonitors 2011: Der zahlenmäßig alles dominierende Teil des Gründungsgeschehens vollzieht sich mit 83 Prozent im Dienstleistungsbereich. 


Laut KfW entscheiden sich Gründer häufig für ein Projekt in den Bereichen persönliche Dienstleistungen (32 Prozent), wirtschaftliche Dienstleistungen (28 Prozent) oder für den Handel (15 Prozent). 


Nur zwei Prozent aller Gründer starten der KfW zufolge im verarbeitenden Gewerbe und sieben Prozent im Baugewerbe, wobei die Quoten unter den Vollerwerbsgründern durchweg höher seien. (uqrl)

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