Eine Betriebsübernahme dauert im Schnitt drei Jahre

Unternehmensnachfolge

14.10.2011 - Heute dauert eine Unternehmensübernahme im Durchschnitt drei Jahre, im Einzelfall sehr viel länger. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Darüber informiert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der seinen Report "Fachkraft Chef" zur Unternehmensnachfolge 2011 vorgestellt hat. Der Report beruht auf 21.500 Kontakten von Experten aus den IHKs mit Senior-Unternehmern und potenziellen Nachfolgern.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben: "Inzwischen hat bereits mehr als jeder dritte Unternehmer große Schwierigkeiten, den richtigen Nachfolger für seinen Betrieb zu finden. Allein 2010 wurden infolgedessen rund 1.800 Unternehmen mit insgesamt mehr als 23.000 Arbeitsplätzen aufgegeben."

Viele Faktoren verderben die schnelle Nachfolge

Laut DIHK wird die Unternehmensnachfolge durch mehrere Faktoren erschwert:

- Oft mangelt es potenziellen Nachfolgern an der notwendigen Qualifikation.
- Manche Nachfolger unterschätzen die Anforderungen einer Unternehmensübernahme, zu der auch die Finanzierung gehört.
- Abschreckend wirken zunehmend auch Verpflichtungen, die mit der Erbschaftsteuerbefreiung einhergehen.
- Die Übernahme wird behindert durch die überzogenen Preisvorstellungen der Seniorunternehmer.

Suche nach Nachfolger frühzeitig beginnen

Alle Faktoren werden durch die demographische Entwicklung erheblich verstärkt, so Wansleben. Unternehmer müssten deshalb noch frühzeitiger mit der Suche nach einem Nachfolger beginnen.

Wansleben: "Aber wir alle, Wirtschaft und Politik müssen viel stärker Selbständigkeit als berufliche Alternative zur Anstellung ins Bewusstsein der jungen Leute bringen – beispielsweise durch Verankerung in den Lehrplänen. Zudem ist die Politik aufgefordert, zur Unternehmenssicherung stärker beizutragen, indem sie bürokratische Hürden, beispielsweise bei der Erbschaftsteuer, konsequent abbaut."

Nachfolgebörse nexxt-change.org hilft

Ein Praxistipp von mittelstanddirekt.de: Die Nachfolgebörse nexxt-change.org unterstützt Seniorunternehmer bei ihrer Suche nach einem Nachfolger. Beide Parteien können dazu in den Inseraten der Börse recherchieren oder selbst Inserate einstellen.

Betreut werden die Nutzer dabei von den nexxt-Regionalpartnern wie den Handwerkskammern, den IHKs sowie den Volksbanken und Raiffeisenbanken. Die Regionalpartner übernehmen die Veröffentlichung von Inseraten und die Kontaktvermittlung zwischen den Nutzern.

 

Den Link zur Nachfolgebörse finden Sie unter dieser Meldung. (uqrl)

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