Externe Nachfolger richten Firma meist neu aus

Unternehmensnachfolge

11.01.2011 - Unternehmensnachfolger, die nicht aus der eigenen Familie kommen, organisieren meist um. Beispielsweise kündigen sie Zuliefererverträge und wechseln die Hausbank.

Das sei ein Ergebnis einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter mehr als 1.000 Befragten, berichtet impulse-gruenderzeit.de.

Betriebswirtschaftlich gebildet, neue Berater engagiert

Demnach setzen externe Nachfolger häufig organisatorische Veränderungen in der Firma durch, sie engagierten beispielsweise neue Berater. 


Viele Juniorchefs bildeten sich vor der Nachfolge fachlich und betriebswirtschaftlich weiter. 


Sie beauftragten häufig auch einen externen Berater, der sie während der Übergabephase begleitet. Familieninterne Nachfolger fragten dagegen besonders häufig ältere Führungskräfte um Rat.

Teamarbeit statt autoritärer Führungsstil

Mit dem Generationswechsel ändere sich häufig der Führungsstil: Juniorchefs setzten eher auf Teamorientierung – was nicht immer von den Mitarbeitern begrüßt werde. 


Akzeptanzprobleme hätten familieninterne Nachfolger jedoch eher als externe Juniorchefs. Der Grund: Vor allem langjährigen Angestellten sei der neue Chef schon als Kind bekannt gewesen – entsprechend schwierig sei es, die Person als Autorität anzuerkennen.

Externe wollen höher hinaus

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Umsatzrendite externer Nachfolger wachse stärker als von Familiennachfolgern. Sie forcierten stärker die internationale Expansion der Firma. 


Demzufolge benötige jeder fünfte externe Nachfolger eine zusätzliche Kapitalspritze, aber nur jeder zehnte familieninterne Juniorchef. 


Laut impulse-gruenderzeit.de kennen sich Senior und externer Juniorchef in 70 Prozent der Fälle, meistens durch frühere Geschäftskontakte. Nur jede fünfte externe Nachfolge sei über private Kontakte eingefädelt worden.

Der Senior bleibt meistens im Betrieb

In fast zwei Dritteln der Betriebe bleibe der frühere Unternehmer vorerst weiter tätig, in der Hälfte der Firmen sogar in einer Führungsposition. (uqrl)

VR-Mittelstand direkt
BLZ: