16.03.2011 - Der Einzelhandel rentiert sich für Gründer, die ihre Zielgruppe einschätzen können. Welche Konsum-Tendenzen Gründer eines eigenen Geschäfts kennen sollten, lesen Sie hier.
Laut existenzgruender.de, dem Gründerportal des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi), steht für Gründer im Einzelhandel folgende Frage im Mittelpunkt: Wie viel ist der Konsument bereit, für das Produkt und die Leistung zu zahlen?
Laut existenzgruender.de beeinflussen folgende aktuelle Trends die Nachfrage:
Nach wie vor kaufen Kunden gerne preiswert, zum Beispiel beim Discounter und in SB-Warenhäusern. Davon profitieren großflächige Einzelhandelsformen in Stadtrandlage oder in Gewerbegebieten.
Es ist aber auch ein Gegentrend zu beobachten: Teile der Bevölkerung und den Handel zieht es wieder stärker in die Innenstadt, die Geschäfte werden wieder kleinteiliger. Regionale und qualitativ hochwertigere Produkte werden stärker nachgefragt.
Konjunktur haben Nahversorger mit Food-Sortiment, zum Beispiel Bioläden oder Spezialisten für Obst und Gemüse, Wein, Käse und Fisch.
Fachgeschäfte bieten oft auch integrierte Serviceleistungen in Innen- und Stadtteilzentren an. Beispiele sind Parfümerien mit Kosmetikbehandlung, Fahrräderverkauf mit Fahrradwerkstatt, Juweliere mit Schmuck-Sonderanfertigungen.
Das Gesundheitsbewusstsein steigt. Verbraucher geben mehr Geld für hochwertige Produkte aus – und gehen in elegante Geschäfte in hoch frequentierten innerstädtischen Lagen.
Dazu zählen Galerien und Passagen, Megastores, Themenkaufhäuser oder Anbieter gängiger und hochwertiger Markenartikel. Kleinere und mittlere Fachgeschäfte müssen sich auf Nischen spezialisieren, um mithalten zu können.
Keiner will nur Durchschnitt sein. Das spiegelt sich in den Angeboten der Anbieter wider: Individuelle Maßanfertigungen sind gefragt – ebenso die Variation eines Standardproduktes durch Zugabe bestimmter Accessoires.
Einkaufen wird zum Erlebnis für die Sinne. Gewinner sind dabei Manufakturen und Geschäfte, die unterschiedliche Produktwelten vereinen.
Die klassischen Handelssparten für die Grundversorgung bleiben wichtig, vor allem Lebensmittel, Bekleidung, Wohnung und Arbeit.
Bei der Existenzgründung muss aber auch bei diesen Sparten genau auf Trends geachtet werden: Läden sollten nach den Extremen "Masse" und "Klasse" unterschieden werden. Außerdem wichtig zu wissen: Die Gewinnmargen sind nicht überall üppig.
(uqrl)