12.01.2012 – Insgesamt ist die Zahl der Firmeninsolvenzen 2011 deutschlandweit gesunken. Die Ausnahme: Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind.
Wie aus der Studie "Firmeninsolvenzen 2011" der Wirtschaftsauskunftei Bürgel hervorgeht, kletterte die Pleitequote dieser jungen Unternehmen im Vergleich zu 2010 um 34,5 Prozent.
Insgesamt sei 2011 rund ein Viertel aller insolventen Unternehmen erst bis zu zwei Jahre am Markt gewesen. Damit stufte Bürgel die Jungunternehmen als gefährdet ein.
Der Grund für die vielen Insolvenzen von jungen Unternehmen: Unternehmensgründer hätten mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen – in der Startphase vor allem mit Kapitalausstattung bzw. Finanzierungsschwierigkeiten, Marktveränderungen und strategischen Fehlentscheidungen.
Dagegen sank die Pleitequote von Unternehmen, die länger als 50 Jahre am Markt aktiv sind, um 35,4 Prozent.
Damit halten die "Senior"-Unternehmen laut Bürgel lediglich einen Anteil von 2,2 Prozent an der Firmeninsolvenzstatistik.
Bezogen auf Branchenzugehörigkeit mussten im vergangenen Jahr vor allem Dienstleister aufgeben. Betroffen sind in diesem Segment 15.305 Firmen. Dieser Wert entspreche mehr als der Hälfte aller Insolvenzen im Jahr 2011.
Aber auch der Handel (22,1 Prozent) und das Baugewerbe (14,3 Prozent) sind Bürgel zufolge besonders von Firmeninsolvenz betroffene Branchen. (uqrl)