In Frankfurt werden die meisten Hightech-Unternehmen gegründet

IT-Gründungsbarometer

11.02.2011 - In Frankfurt am Main kamen von 2006 bis 2009 mehr als vier IT-Gründungen auf 10.000 Einwohner. Damit ist die Finanzmetropole Spitzenreiter in Deutschland.

Im IT-Gründungsbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erreiche Frankfurt den Spitzenwert von 4,17, berichtet computerwoche.de.

München landete demnach mit einem Wert von 3,88 auf Rang zwei der Gründungsintensitätsskala, gefolgt von Düsseldorf (3,79) und Hamburg (3,75).

Mehr Unis und mehr Kunden in den großen Städten

Die gute Wissensinfrastruktur der Ballungszentren mit ihren Universitäten und Fachhochschulen mache die Ballungszentren attraktiv für IT-Gründungen, so Georg Licht, Leiter des Forschungsbereichs "Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung" beim ZEW. 


Außerdem fänden Gründer dort mehr Kunden und eine gute Kommunikationsinfrastruktur. Selbst die regionale Verbreitung von Breitbandangeboten habe einen nachweisbaren Effekt auf die Gründungstätigkeit im High-Tech-Bereich.

Insgesamt werden weniger IT-Firmen gegründet

Insgesamt habe das ZEW zwischen 2006 und 2009 jedoch einen Rückgang von fünf bis 20 Prozent bei den Hightech-Gründungen im Vergleich zu 2002 bis 2005 verzeichnet.


Mit 14.000 IT-Startups rangiere die Anzahl der High-Tech-Gründungen weiter auf einem der niedrigsten Niveaus seit Mitte der 90er Jahre.

Die wenigsten IT-Gründungen in Ostdeutschland

Einige Regionen hätten jedoch auch kräftig zugelegt. Beispielsweise habe die Region Oberfranken-Bayreuth 27 Prozent mehr IT-Gründungen als in den vier Jahren zuvor gezählt.


Frankfurt am Main sei auf einen Zuwachs von sechs Prozent gekommen, Düsseldorf und Dortmund von fünf bzw. vier Prozent. 


Dagegen hinkten die ostdeutschen IHK-Bezirke in Mecklenburg-Vorpommern und Mitteldeutschland weiter hinterher. 


Rostock verzeichnete laut computerwoche.de einen Rückgang um 26 Prozent, Neubrandenburg 25 Prozent und die Region Südthüringen sogar um 33 Prozent.


Ebenfalls zurückgefallen seien Halle-Dessau (minus 21 Prozent), Magdeburg (minus 20 Prozent) und Leipzig (minus 23 Prozent). (uqrl)

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