17.01.2012 – Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet damit, dass das Gründungsinteresse von Migranten in diesem Jahr weiter zunimmt.
Das habe DIHK-Gründungsexperte Marc Evers in der "Berliner Zeitung" geäußert. Demnach erwartet der DIHK, "dass Existenzgründer mit Migrationshintergrund in diesem Jahr bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen werden."
Diese Entwicklung beobachte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erfreut, denn Migranten würden für die deutsche Wirtschaft zunehmend unverzichtbar.
Der Grund: Deutschland wird nach Einschätzung des DIHK durch die alternde Bevölkerung bis 2050 rund 700.000 Selbständige verlieren.
Evers: "Wir sind stärker als andere Nationen auf die Köpfe und Ideen der Menschen angewiesen und brauchen die Impulse der Migranten für die Zukunft unserer Wirtschaft."
Jeder Migrant, der den Schritt in die Selbständigkeit wage, schaffe zusätzlich etwa eine halbe Stelle. Dabei beobachten die Industrie- und Handelskammern laut Evers, dass Migranten die Gründung sehr genau angehen: "Sie sind nicht schlechter und nicht besser vorbereitet als Deutsche. Das kaufmännische Rüstzeug beherrschen sie sogar etwas besser." (uqrl)