Ostdeutsche Chefs suchen dringend Nachfolger

Unternehmensnachfolge

10.08.2011 – Viele ostdeutsche Unternehmen wurden direkt nach der Wende gegründet. Die damaligen Gründer kommen nun langsam ins Rentenalter – und ersehnen geeignete Nachfolger für ihre Firma.

Laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) stehen in Ostdeutschland bis 2014 rund 18.000 Unternehmen zur Übergabe an.

Mehr Senior-Chefs, mehr potenzielle Firmenkäufer

Eine DIHK-Blitzumfrage habe ergeben, dass  der Beratungsbedarf ostdeutscher Firmen bei ihren Industrie- und Handelskammern zu diesem Thema (IHKs) um bis zu 30 Prozent gestiegen ist. Dieser Anstieg sei auf die hohe Gründungsquote nach der Wiedervereinigung Anfang der 90er Jahre zurückzuführen.

Gleichzeitig zeichne sich auf Nachfolgerseite ein erfreulicher Trend ab: Die Zahl der potenziellen Unternehmenskäufer sei gestiegen. Kamen laut DIHK während der Wirtschaftskrise mehr Anfragen von arbeitslosen Gründern, werde jetzt zusätzlich auch aus gesicherter Arbeitsplatzstellung heraus oder nach Erweiterungsinvestitionen gesucht.

Thema Nachfolge wird unterschätzt

Jedoch informierten sich viele Senior-Unternehmer zu spät über die Möglichkeiten einer Nachfolge. Sie unterschätzten das Thema deutlich in Umfang und Komplexität.

Sebastian Alexander Schütz, Referatsleiter Unternehmensnachfolge und Unternehmenssicherung beim DIHK: "Eine kurzfristig geplante Unternehmensnachfolge führt häufig neben dem Problem, überhaupt einen geeigneten Nachfolger zu finden, auch zu steuerlich nicht optimalen Lösungen."

Ein Großteil der Unternehmen sei beispielsweise in Familienbesitz. Schon aufgrund der erbrechtlichen Fragen sei eine langfristig angelegte Planung der Unternehmensnachfolge wichtig.

Nachfolgebörse nexxt-change.org hilft bei der Suche

Schütz verweist in diesem Zusammenhang auf Angebote wie die Nachfolgebörse nexxt-change.org. Diese gemeinsame Initiative regionaler Unterstützer, darunter IHKs und Volksbanken Raiffeisenbanken, helfe Unternehmen bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für ihre Firma.

Den Link zur Nachfolgebörse nexxt-change.org finden Sie unter dieser Meldung. (uqrl)

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