22.12.2010 - Seit dem 1. November 2008 können Gründer eine GmbH mit nur einem Euro Stammkapital gründen. Diese Möglichkeit wurde in Deutschland häufig genutzt.
Die Auskunftei Creditreform ziehe eine gemischte Bilanz bei der so genannten Unternehmergesellschaft (UG) bzw. "Mini-GmbH", berichtet das Gründerportal des Bundeswirtschaftsministeriums existenzgruender.de.
Mit 43.000 Eintragungen habe die UG einen markanten Anteil am Gründungsgeschehen in Deutschland erreicht. Jedoch sei ein Teil des Booms der Mini-GmbH auf Umgründungen von bereits bestehenden Unternehmen zurückzuführen.
Außerdem habe die Mini-GmbH andere Rechtsformen verdrängt. Einer Auswertung zufolge habe auch nur jeder zehnte Gründer tatsächlich mit dem Mindesteinsatz von einem Euro die Mini-GmbH gegründet.
Das durchschnittliche Stammkapital betrage 1.250 Euro, wobei nur etwas mehr als die Hälfte der Gesellschaften mit bis zu 500 Euro Kapital ausgestattet sei.
Ein weiteres Viertel der eingetragenen UGs verfüge über ein Kapital von bis zu 1.000 Euro. Nur 22,4 Prozent der Gesellschaften besitzen laut existenzgruender.de eine höhere Kapitalausstattung. (uqrl)