15.11.2011 – Die Gründungen aus dem Krisenjahr 2009 sind durchschnittlich innovativer und umsatzstärker als die Gründungen während des darauffolgenden Wirtschaftsaufschwungs.
Das geht aus dem KfW/ZEW-Gründungspanel hervor. Gründungen aus der Zeit nach der Wirtschaftskrise waren demnach weniger innovativ, weniger umsatzstark und schufen weniger Beschäftigung als Gründungen 2009.
Trotz der guten Wirtschaftslage schufen die Gründer des Jahres 2010 rund 90.000 Vollzeit-Arbeitsplätze weniger als im Vorjahr – insgesamt rund 460.000 Stellen.
Die kleinere Größe spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen wider: Die Gründungen erzielten im ersten Jahr einen durchschnittlichen Umsatz von 144.000 Euro. 2009 seien es noch 192.000 Euro gewesen.
Außerdem waren sie laut Gründungspanel weniger innovativ: Lediglich zwölf Prozent der Gründungen in 2010 begannen ihre Geschäftstätigkeit damit, eine Marktneuheit einzuführen. Dies schafften 2009 noch 16 Prozent.
Der Grund: Laut KfW Bankengruppe haben viele neu gegründete Unternehmen aufgrund der günstigen Nachfragebedingungen vermutlich erwartet, auch mit bewährten Produkten genügend Kunden zu gewinnen.
Im Gegensatz zu den neuen Gründungen profitierten Unternehmen im zweiten bis vierten Geschäftsjahr vom Wirtschaftsaufschwung: Sie wiesen der KfW zufolge höhere Umsätze auf und konnten ähnlich schnell neue Mitarbeiter einstellen wie gleichaltrige Unternehmen ein Jahr zuvor. (uqrl)