20.10.2011 – Nach der positiven Entwicklung im letzten Jahr ist die Zahl der Hightech-Gründungen in Deutschland dieses Jahr um zwei Prozent zurückgegangen.
Das geht aus der Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Microsoft Deutschland hervor.
Demnach hat sich der Wachstumsschub nicht fortgesetzt, der seit Ende 2008 durch die Unternehmergesellschaft entstanden ist. Außerdem sei die Angst vor der Arbeitslosigkeit weggefallen, die in der Wirtschaftskrise viele Beschäftigte zum Schritt in die Selbständigkeit verleitet hatte.
Mit rund 14.100 jährlichen Neugründungen im Hightech-Sektor befinde sich die Zahl der Hightech-Gründungen weiterhin deutlich unter dem Niveau der zweiten Hälfte der neunziger Jahre. Damals seien durchschnittlich etwa 18.500 Neugründungen pro Jahr registriert worden.
Unter den einzelnen Bereichen der Hightech-Branche entwickelte sich insbesondere der Software-Sektor positiv (+2 Prozent) – und hebe sich damit deutlich von den IT-Dienstleistungen ab (-4 Prozent).
Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland: "Dies liegt vor allem an den Entwicklungspotenzialen, die neue Technologien und Services dem Software-Sektor bieten."
Der IT-Sektor besitzt laut Haupter mit Cloud Computing, mobiler Kommunikation oder App-Entwicklung eine enorme Wachstumsdynamik, die sich erst in den nächsten Jahren voll entfalten werde. Haupter: "Bis 2015 sollen laut dem Centre for Economics and Business Research (Cebr) aus London in Deutschland 820.000 neue IT-Arbeitsplätze entstehen."
Außerdem sei der Markteintritt im Software-Bereich im Gegensatz etwa zur Biotechnologie relativ einfach. Die Gründungstätigkeit in der Spitzentechnik sei im Jahr 2010 um 3,5 Prozent zurückgegangen. (uqrl)