03.05.2011 - Zwei Drittel aller deutschen Gründer benötigen Geld, um Investitionen und Betriebsmittel zu finanzieren. Nur 14 Prozent der Gründer haben gar keinen Mittelbedarf.
Das geht aus dem aktuellen KfW Gründungsmonitor Deutschland hervor. Demnach nutzt rund ein Fünftel der deutschen Gründer ausschließlich vorhandene Sachmittel, zum Beispiel eingebrachte Büroräume, Computer oder Autos.
Ein weiteres Ergebnis des Gründungsmonitors: 44 Prozent der Gründer mit Sach- oder Finanzmittelbedarf benötigen weniger als 5.000 Euro, während nur rund drei Prozent einen Gesamtmittelbedarf von mehr als 100.000 Euro haben.
Der Anteil der Gründer mit einem Geldeinsatz von bis zu 25.000 Euro ist der KfW zufolge von 77 Prozent im Jahr 2009 auf 81 Prozent im Jahr 2010 gestiegen.
Dieses geringere Ressourcenbedürfnis führt die KfW auf den höheren Anteil von kleinen Gründungsprojekten zurück, zum Beispiel auf mehr Nebenerwerbsgründungen und Sologründungen.
Auch die gute Konjunktur habe ihren Anteil dazu geleistet: Im Aufschwung sei die Nachfrage gestiegen und die Markteintrittsbarrieren seien gesunken.
Ein deutlich überwiegender Anteil der Gründungsprojekte wird laut Gründungsmonitor nur mit eigenen Mitteln der Gründer finanziert: 66 Prozent der Gründer mit finanziellem Mittelbedarf setzen danach ausschließlich eigene Mittel ein.
Dagegen nutzen weitere 23 Prozent sowohl eigene als auch externe Mittel, wie beispielsweise Bankkredite, Förderdarlehen oder Darlehen sowie Schenkungen von Verwandten und Bekannten.
Gut jeder dritte Gründer greift auf externe Kapitalgeber zurück. Mit 34 Prozent ist ihr Anteil laut KfW im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen (2009: 37 Prozent).
Bei der externen Finanzierung setzt ein Großteil der Gründer auf längerfristige Bankdarlehen (39 Prozent der Gründer mit Nutzung externer Mittel) und / oder auf Förderkredite (25 Prozent).
Darlehen und Schenkungen von Verwandten und Bekannten spielen für 31 Prozent ebenfalls eine bedeutende Rolle. Jeder fünfte Gründer mit externem Finanzierungsbedarf greift auf Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit zurück.
Seltener zum Einsatz kommen der KfW zufolge Kontokorrentkredite und sonstige Finanzierungsquellen wie Mezzanine- oder Beteiligungskapital. (uqrl)