2010 ist jede vierte Firmenübernahme geplatzt

M&A-Transaktionen

27.04.2011 - Nur 74 Prozent der angekündigten Fusionen und Übernahmen (M&A) wurden 2010 tatsächlich durchgeführt. 2008 waren es noch 80 Prozent, 2005 sogar 85 Prozent.

Das geht aus der Studie "European Private Equity Outlook 2011" des Beratungshauses Roland Berger hervor.


Banken prüfen Transaktionen genauer

Demnach erholt sich der deutsche Private-Equity-Markt 2011 insgesamt weiter. Der Trend zu abgesagten Transaktionen zeige jedoch, dass Banken die Risiken bei Unternehmenskäufen sorgfältiger prüfen. 


Ein größeres Volumen an M&A-Transaktionen erwartet Roland-Berger-Partner Gerd Sievers 2011 bei Automotiven, Investitionsgütern, Business Services sowie Konsumgütern.

Mehr asiatische Investoren

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Vor allem strategische Investoren aus China und Indien sind auf dem europäischen M&A-Markt aktiv.


Die Zahl der M&A-Transaktionen in Europa mit indischen Investoren verdoppelte sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr von 9 auf 18. Die Zahl der chinesischen Investoren bei europäischen Übernahmen nahm von 13 auf 18 zu. 


Sievers: "Durch den Erwerb europäischer Unternehmen sichern sich ausländische Investoren den Zugang zu wichtigen Technologien und westeuropäischen Kunden. Für Käufer aus dem asiatischen Raum und aus Nahost ist dies ein wichtiger Schritt, um die Internationalisierung des Geschäfts voranzutreiben." (uqrl)

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