Banken lehnen seit 2004 deutlich weniger Kredite ab

KfW-Mittelstandspanel 2011

07.12.2011 - Der Anteil der Kreditablehnungen ist von 2004 bis 2010 um 15 Prozentpunkte auf 20 Prozent gesunken.

Das geht aus dem KfW-Mittelstandspanel 2011 hervor. Demnach haben sich die Voraussetzungen für den Kreditzugang deutlich verbessert, weil der Mittelstand in diesem Zeitraum seine Eigenkapitalbasis gestärkt hat.

Krisenjahr 2009 wieder aufgeholt

Deutsche Mittelständler hätten im Krisenjahr 2009 zwar einen Umsatzeinbruch von 6,2 Prozent hinnehmen müssen, hätten ihn 2010 mit einem Plus von 6,7 Prozent aber wieder vollständig aufholen können.

Auf die Umsatzrendite hatte der Einbruch 2009 laut KfW kaum Auswirkungen: Die Umsatzrendite habe auch 2009 bei 5,1 Prozent und damit etwa auf dem Niveau der übrigen Jahre gelegen.

Damit sei der Mittelstand in der Lage gewesen, positive Erträge zu erzielen, Rücklagen zu bilden und seine Eigenkapitalbasis zu stärken – eine entscheidende Voraussetzung für den friktionslosen Zugang zu Krediten.

KMU erhöhen Investitionen deutlich

Wie weiter aus dem Mittelstandspanel hervorgeht, hätten sich die kleinen und mittleren Unternehmen dynamischer bei der Investitionstätigkeit gezeigt.

Zwar seien die Investitionsausgaben nach einem tiefen Einbruch im Krisenjahr 2009 (-15,9 Prozent) 2010 nur um 2,8 Prozent gestiegen. Die Dynamik werde aber über den gesamten Zeitraum von 2005 bis 2010 deutlich: Hier stiegen die Bruttoanlage-Investitionen der mittelständischen Unternehmen laut KfW um insgesamt 11,2 Prozent.

Dagegen erhöhten die Großunternehmen ihre Investitionen im selben Zeitraum lediglich um 6,8 Prozent.

Insgesamt beliefen sich die Investitionen des Mittelstandes im Jahr 2010 auf 143 Milliarden Euro. Das seien mehr als die Hälfte der gesamten Unternehmensinvestitionen und ein Drittel der gesamtwirtschaftlichen Bruttoanlageinvestitionen. (uqrl)

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