Beteiligungsgesellschaften setzen verstärkt auf Handelsunternehmen

Studie

09.03.2011 - Die Stimmung unter Private-Equity-Managern ist derzeit so gut wie in den Boomjahren bis 2007. Beteiligungen an Handelsunternehmen sind aus ihrer Sicht besonders attraktiv geworden.

Das zeigt der entsprechende Stimmungsindikator der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, der im vierten Quartal einen Wert von 130 Punkten erreicht habe. Das seien 14 Prozentpunkte mehr als Anfang 2010 – und entspreche den Spitzenwerten der Jahre bis 2007.

Stetig gewachsenes Interesse an Handelsunternehmen

Nach wie vor seien Beteiligungen an Anbietern aus der Healthcare- und Life-Sciences-Branche unter Private-Equity-Managern gefragt. Einen verstärkten Fokus legten die Investoren aber auf Unternehmen aus dem Konsumgüter-Bereich. 


Das Interesse an deutschen Handelsunternehmen entwickelt sich Deloitte zufolge solide: Mehr als 20 Prozent der Befragten würden demnach erstmals in ein deutsches Handelsunternehmen investieren. Insgesamt hielten 65 Prozent entsprechende Investments für vielversprechend.

Hohes Wachstum dank guter Konjunktur

Experten zufolge werde das Umsatzwachstum im Handelssektor in den nächsten Jahren bei zweieinhalb bis drei Prozent liegen. 


Wichtig für Investoren: der Marktanteil der Unternehmen sowie die Möglichkeit von Folgeinvestitionen. 


Insbesondere richte sich das Interesse der Beteiligungsgesellschaften auf Handelsunternehmen im oberen Preissegment. Aber auch umsatzstarke Discounter seien lohnende Transaktionsobjekte. 


Laut Guy Street, Partner im Bereich Transaction Services bei Deloitte, bleibt es abzuwarten, ob das zunehmende Interesse am Konsumgütersektor dauerhaft ist. Nicht zuletzt hänge diese Entwicklung von der Binnenkonjunktur ab.

Gute Stimmung in der Private-Equity-Branche

Die Erholung der Gesamtwirtschaft sei einer der Gründe für die allgemein verbesserte Stimmungslage in der Private-Equity-Branche. Auch der einfachere Zugang zu Fremdkapital bei ihren Investitionen stimme die Manager zuversichtlich. 


Laut Deloitte sehen 55 Prozent der Private-Equity-Manager bessere Kapitalzugangsmöglichkeiten – der höchste Wert seit dem ersten Quartal 2004. Insgesamt erwarteten 87 Prozent der Befragten eine verbesserte Finanzsituation bei ihren Beteiligungen. (uqrl)

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