Deutsche Unternehmen investieren kräftig

Investitionen

07.06.2011 - Deutschland hat als erstes großes Industrieland den krisenbedingten Wirtschaftseinbruch aufgeholt. Das spiegelt sich in der Investitionsbereitschaft der Unternehmen wider.

Wie aus dem KfW-Investbarometer hervorgeht, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2011 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen.

Binnennachfrage stärkt den deutschen Markt

Die Impulse kamen laut KfW zu zwei Dritteln von der Binnennachfrage. Sie sei durch einen witterungsbedingten Aufholeffekt bei der Bauaktivität zusätzlich stimuliert worden. 


Der private Konsum werde 2011 zu einer wichtigen Wachstumsstütze. Die KfW prognostiziert eine schwächere, aber anhaltend positive Konjunkturdynamik – im Jahr 2012 rechnet die Bankengruppe mit einem BIP-Zuwachs von 2,2 Prozent.

Firmen steigern Investitionen um vier Prozent

Die Unternehmensinvestitionen legten laut KfW zu Jahresbeginn um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Die Investitionsbereitschaft sei maßgeblich getrieben worden durch die Wirtschaftsbauten und Ausrüstungsinvestitionen der Firmen. 


Aufgrund des günstigen Zins- und Konjunkturumfeldes dürfte die Bereitschaft zum Investieren weiter steigen: Die KfW erwartet für 2011 eine Zunahme von 11,5 Prozent, für 2012 von 6,5 Prozent. 


Mit diesem Aufholtempo werde das Vorkrisenniveau der Investitionstätigkeit zu Beginn des zweiten Halbjahres 2011 wieder erreicht.

Risiko: Schuldenkrise der Euroländer

Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW: "Einen mehrjährigen Wachstumsschub in dieser Stärke hat es seit der Wiedervereinigung nicht gegeben. Das Hauptrisiko dieser Prognose sehe ich im möglichen Wiederaufflammen der ungelösten Schuldenkrise der Peripherieländer der Eurozone." (uqrl)

VR-Mittelstand direkt
BLZ: