10.02.2011 - Deutsche Unternehmen wollen 2011 so stark investieren wie zuletzt im Boomjahr 2007.
Das sei das Ergebnis einer Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter 28.000 Firmen, berichtet die Tageszeitung Die Welt.
Demnach wollen Unternehmen nicht nur Maschinen und Anlagen austauschen, sondern auch ihre Kapazitäten ausbauen.
Viele Unternehmen planen laut DIHK Investitionen in energieeffizientere Maschinen und Anlagen, um sich gegen steigende Energie- und Rohstoffpreise zu wappnen.
Außerdem seien im vorherigen Jahr Projekte wieder aufgenommen worden, die die Firmen in der Krise zurückgestellt hatten.
Besonders stark investieren wollten Firmen der exportstarken Industriezweige Maschinen- und Autobau sowie der Chemieindustrie.
Selbst das zuletzt schwache Baugewerbe habe einige Investitionen geplant. Auch im Einzelhandel sei die Stimmung hervorragend. Nur das Gastgewerbe sei etwas vorsichtiger geworden.
Der anziehende Konsum und die anhaltend starke Auslandsnachfrage vor allem nach Hochtechnologie-Produkten hätten die Investitionsfreude der Firmen beflügelt.
Begünstigt werde die Investitionsbereitschaft auch durch die stabilen Finanzierungsbedingungen: Das Zinsniveau sei nach wie vor niedrig.
Auch der Cashflow in den Betrieben habe sich im Zuge des Aufschwungs verbessert. Deshalb könnten die Firmen mehr Projekte aus Eigenmitteln finanzieren.
Zudem werde der Standort Deutschland für Investitionen attraktiver, so der DIHK. Der Grund: Der Kostendruck hierzulande sei derzeit niedriger als während der Krise. In Folge dessen verlagerten weniger Firmen ihre Investitionsvorhaben ins Ausland.
Der DIHK werde aufgrund der Aussichten seine bisherige Konjunkturprognose von 2,4 Prozent für 2011 deutlich anheben – genaue Zahlen behalte sich DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben aber noch vor.
Die Bundesregierung habe für 2011 ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent angesetzt, Optimisten hielten jedoch ein Plus von rund drei Prozent für möglich. (uqrl)