Die Deutschen können nicht ohne Bankfiliale

Umfrage

20.07.2011 – Acht von zehn Bankkunden wenden sich nach wie vor an den Berater ihrer Hausbank, wenn es um die Investitionen, um die Immobilienfinanzierung oder die Vorsorge geht.

Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage für die Studie "Wege zum Kunden 2015", die im Auftrag von Steria Mummert Consulting durchgeführt wurde. Demnach sind die Bankfiliale und der persönliche Ansprechpartner bei Finanzfragen in Deutschland nicht wegzudenken.


Internetsuche häufiger als persönlicher Besuch

Jedoch halten sich die Besuche bei der Hausbank in Grenzen: Gerade einmal zweimal im Monat statten Kunden ihrer Bank laut Steria Mummert Consulting einen Besuch ab.

Dagegen werde das Online-Banking-Angebot der Institute deutlich häufiger genutzt: Gerade bei Nichtkunden auf der Suche nach einer neuen Hausbank sei das Internet die wichtigste Informationsquelle – es beeinflusse die Entscheidung am stärksten.

Laut Steria Mummert Consulting wünschen sich Kunden damit auf der einen Seite den persönlichen Kontakt zum Bankmitarbeiter. Auf der anderen Seite gebe es durch mehr Selbstbedienung kaum noch Kontaktmöglichkeiten für Beratungsgespräche.

Facebook und Co. werden wichtiger

Social Media spielten derzeit bei der ersten Informationssuche noch eine untergeordnete Rolle: Nur sieben Prozent der Deutschen informieren sich der Umfrage zufolge bei Facebook und Twitter über Bankprodukte. A

Allerdings nutzten unter den jüngeren Kunden zwischen 18 und 24 Jahren fast doppelt so viele Personen die Social-Media-Kanäle für Informationen.


Laut Klaus Schilling von Steria Mummert Consulting dürfte die Relevanz des Social Web für die Kundenkommunikation der Banken in den kommenden Jahren deutlich zunehmen: "Denn je mehr Menschen sich künftig wie selbstverständlich in sozialen Netzwerken, Blogs und Foren bewegen und daran gewöhnen, desto wichtiger wird es für die Institute, den Kundendialog auch in diese Kanäle auszuweiten." (uqrl)

VR-Mittelstand direkt
BLZ: