28.09.2011 – Nur 15 Prozent der deutschen Anbieter von Informationstechnologie und Telekommunikation finden den Zugang zu Krediten aktuell schwierig – nach 32 Prozent im Vorjahr.
Das berichtet der Hightech-Verband Bitkom auf Basis einer Branchenauswertung der KfW-Unternehmensbefragung 2011. Demnach hat sich die Finanzierungslage der deutschen ITK-Firmen aufgrund der guten Marktentwicklung weiter verbessert.
Bitkom-Vizepräsident Heinz Paul Bonn: "Die Banken prüfen ihre Kreditengagements sehr genau und richten die Vergabe noch strenger als früher an der Bonität der Kreditnehmer aus."
Dabei komme den ITK-Unternehmen zugute, dass sie wichtige Kreditkennziffern verbessert haben: Beispielsweise konnten der Auswertung zufolge 47 Prozent der Unternehmen ihre Umsatzrendite steigern, bei weiteren 38 Prozent blieb sie stabil. 55 Prozent hätten ihre Eigenkapitalquote verbessert, bei 34 Prozent habe sie auf Vorjahresniveau gelegen.
Laut Umfrage sei die Investitionstätigkeit in der ITK-Industrie stabil geblieben: 70 Prozent der ITK-Unternehmen investierten in neue Produkte und Dienste. Das wichtigste Motiv für die Investitionen: die Erweiterung des Geschäfts. Dabei profitiere die ITK-Industrie von einer deutlich gestiegenen Nachfrage in den Anwenderbranchen.
Bei der Finanzierung der Investitionen seien die Hightech-Unternehmen nicht auf Bankkredite fokussiert. Bonn: "Die weitaus wichtigste Finanzierungsquelle für die ITK-Firmen bleibt die Innenfinanzierung aus eigenen Betriebseinnahmen." (uqrl)