12.01.2011 - Ein laufender Liquiditätsplan sollte Standard in Unternehmen sein: Er kann vor Zahlungsunfähigkeit schützen. Wie Sie Ihre Liquidität für 2011 planen, lesen Sie hier.
Beginnen Sie das Jahr mit einem Kassensturz: Welche liquiden Mittel stehen Ihnen derzeit zur Verfügung?
Planen Sie monatlich die voraussichtlichen Einnahmen. Eine gute Orientierung bietet der Umsatz aus dem letzten Jahr: Verteilen Sie den Jahresumsatz auf die einzelnen Monate, berücksichtigen Sie jedoch auch saisonale Schwankungen. Gründer müssen den Gesamtumsatz schätzen.
Neben den Umsätzen könnten Sie auch weitere Einnahmen erzielen, zum Beispiel Zinsen oder Erlöse aus dem Verkauf von Vermögen. Auch Darlehen gehören zu den Einnahmen – damit können Sie schließlich auch Rechnungen bezahlen.
An erster Stelle bei den Ausgaben stehen die regelmäßigen Kosten, darunter Gehälter, Sozialabgaben, Mieten, Energiekosten, Darlehenszinsen, Werbung und Steuern.
Stellen Sie eine Liste mit allen Kosten zusammen. Die wichtigsten Posten finden Sie in Ihren Eingangsrechnungen und den Kontoauszügen aus dem Vorjahr. Rechnen Sie abschließend einmalige Kosten wie Privatentnahmen oder Sponsoring hinzu.
Saldieren Sie alle Zahlungseingänge- und -ausgänge für einen bestimmten Zeitraum. Im Ergebnis sollte ein Überschuss (Überdeckung) verbleiben – das ist der positivste Fall.
Dagegen kommt es zu einer Unterdeckung, wenn in einzelnen Monaten die Zahlungsausgänge die Zahlungseingänge übersteigen.
Das muss Sie nicht zwangsläufig beunruhigen. Jedoch sollten Sie über ausreichende Reserven verfügen, zum Beispiel über Bank- oder Kassenguthaben oder über einen Kontokorrentkredit. Wichtig ist, dass Sie Rechnungen bezahlen können.
Addieren Sie zu den Monatssalden die Salden der Vormonate: Das ist der Kassenbestand des Folgemonats. Die Salden plus die gewährte Kreditlinie ergeben Ihre Liquidität, die Ihnen am Ende des Monats zur Verfügung steht.
Die Liquidität sollte immer positiv sein. Sie sollten rechtzeitig gegensteuern, falls die Planung negative Beträge ergibt.
(uqrl)