Krisen-Subventionen für grüne Technologie zeigen wenig Wirkung

Konjunkturpolitik

30.01.2012 – Deutsche Unternehmen profitieren kaum von kurzfristigen grünen Staatshilfen. Die Gründe: Die Hilfen aus staatlichen Konjunkturpaketen verpuffen bei den meist langfristig angelegten Projekten.

Das geht aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor. Demnach haben die großen Industrieländer in der Wirtschaftskrise gut 240 Milliarden Euro für Projekte in der Umwelttechnologie ausgegeben.

Langfristige Förderung funktioniert besser

Deutsche Unternehmen seien in einigen Branchen zwar international führend, hätten aber kaum von den grünen Staatshilfen profitiert, weil kurzfristige Hilfen häufig wirkungslos seien – die meisten Projekte seien langfristig angelegt.

Ein Vergleich der wichtigsten Photovoltaik-Märkte etwa zeige, dass besonders in jenen Ländern das Geschäft mit der Sonnenenergie brummt, in denen die reguläre, langfristige Förderung unabhängig von Konjunkturpaketen besser geworden ist.

In Deutschland habe in den Krisenjahren 2009 und 2010 jeder zusätzlich für Photovoltaik ausgegebene Konjunktur-Euro die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nur um etwa 60 Cent erhöht – auch, weil rund 60 Prozent der gekauften Anlagen gar nicht von deutschen, sondern von ausländischen Herstellern produziert wurden.

Energetische Gebäudesanierung zahlt sich aus

Wirkung zeigten laut IW Köln dagegen die 3,3 Milliarden Euro, die hierzulande in die energetische Gebäudesanierung geflossen sind: Durch zahlreiche wirtschaftliche Verflechtungen profitierten viele Branchen – jeder vom Staat extra investierte Euro habe unterm Strich eine zusätzliche Nachfrage von 1,40 Euro ausgelöst. (uqrl)

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