24.01.2012 – Im vergangenen Jahr hat der Staat Garantien in Höhe von insgesamt 5,2 Milliarden Euro für deutsche Direktinvestitionen im Ausland übernommen.
Das berichtet das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Demnach waren staatliche Investitionsgarantien 2011 gefragter denn je in ihrer mehr als 50-jährigen Geschichte.
Insgesamt seien im vergangenen Jahr 86 Projekte in 26 Ländern abgesichert worden. Dabei seien besonders viele Garantien auf Projekte aus den Branchen Automobilwirtschaft und chemische Industrie entfallen.
Jede fünfte neue Garantie wurde zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen übernommen.
Bei der Beurteilung, welche Vorhaben durch Investitionsgarantien geschützt werden, spielen OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen eine besondere Rolle: Sie beinhalten dem BMWi zufolge Grundsätze und Maßstäbe für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln im Ausland.
Laut BMWi schützen die Investitionsgarantien deutsche Unternehmen gegen unkalkulierbare, politische Risiken bei Auslandsprojekten. Sie werden von Gebühren und Entgelten getragen.
Laut Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler zeigt sich die deutsche Wirtschaft trotz des schwierigen Umfelds robust.
Investitionsgarantien förderten die Präsenz deutscher Unternehmen auf den Weltmärkten, so Rösler: "Um ihnen ein Engagement in ausländischen Märkten trotz politischer Risiken zu ermöglichen, hat die Bundesregierung auch in 2011 wieder zahlreiche Projekte durch Investitionsgarantien abgesichert. Dadurch konnten neue Projekte in Zukunftsmärkten wie zum Beispiel Kolumbien, Mexiko, Indonesien, Malaysia und Vietnam realisiert werden." (uqrl)