24.08.2011 – 2011 wollen westdeutsche Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes rund 14 Prozent mehr für neue Bauten und Ausrüstungsgüter ausgeben als im Vorjahr.
Das geht aus dem aktuellen ifo Investitionstest hervor. ifo-Experte Klaus Abberger: "Der sich für dieses Jahr abzeichnende Investitionsanstieg ist breit angelegt: Fast alle Branchen haben eine Anhebung ihrer Ausgaben für neue Bauten und Ausrüstungsgüter geplant."
Vorrangig planten die Unternehmen mit den Investitionen, ihre Produktpalette zu ändern oder auszuweiten. An zweiter Stelle stehen laut ifo Institut Ersatzbeschaffungen.
Dagegen hätten Rationalisierungsinvestitionen im Laufe der letzten Jahre spürbar an Bedeutung verloren: Nur noch jedes zehnte westdeutsche Industrieunternehmen wolle 2011 vorrangig in Rationalisierungsmaßnahmen investieren.
Dem ifo Institut zufolge investierten die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes 2010 rund 38 Milliarden Euro in neue Bauten und Ausrüstungsgüter. Das sei nur ein realer Anstieg der Investitionskosten von zwei Prozent gegenüber dem investitionsschwachen Jahr 2009.
Das ebenfalls schwache Jahr 2010 sei auf die geringe Investitionstätigkeit der größeren Unternehmen zurückzuführen: Kleine Firmen seien in ihrer Planung flexibler – und hätten beim Anspringen der Konjunktur ihre Investitionen spürbar erhöht. (uqrl)